Dieter Broers

Aufbruch in ein neues Zeitalter

das-ego-im-dienste-des-herzens
Das Universum ist nicht etwas, das „drüben“ unabhängig von uns vorhanden wäre.
Wir haben unweigerlich an allem Anteil, was vorgeht. Wir sind nicht nur Beobachter, sondern auch Mitwirkende. Auch wenn es uns seltsam anmuten mag, das Universum ist ein Universum der Mitwirkung
.“

John Archibald Wheeler

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Liebe Freunde,
unmittelbar nach Erscheinen der ersten Auflage des Buches „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ erreichten mich zu meinen inhaltlichen Themen noch einige wichtige Informationen. Ein Teil hiervon wurde ab der 2. Auflage im letzten Kapitel veröffentlicht und kostenlos als PDF Datei angeboten. Wie sich bereits wenige Wochen später herausstellte, war dieses Anschlusskapitel von weitreichender Bedeutung und ich wurde sogar eingeladen, dazu auf Ärztekongressen vorzutragen. Dennoch war ich überrascht, dass sich die Ärzte und Naturwissenschaftler besonders für dieses Thema zu interessieren schienen. Es ging bei diesem Thema um die Toxoplasmen (Toxoplasma gondii), die sogenannten „Verstandesparasiten“. Seit ich das erste Mal davon gehört hatte, dass diese ältesten Einzeller der Welt die menschliche Hirnblutschranke überwinden und bei den infizierten Menschen Wesensveränderungen auslösen können, habe ich ständig weiter recherchiert, was zu diesem Phänomen bisher untersucht wurde. Dabei wurde mir sehr bald klar, dass es sich hier um Kräfte handelt, die unsere Gedanken und Sichtweisen in einem erheblichen Maße verändern können und dass sie bereits sehr weit verbreitet sind und potentiell eine große Zahl von Menschen in ihrer Bewusstseinsentwicklung beeinflussen können. Das Buchprojekt „Das Ego im Dienste des Herzens – Ein neues Eden“ wurde angesichts dieser Entwicklung umso wichtiger, denn alles, was die jetzt so dringend notwendigen Schritte der Selbsterkenntnis verhindert und verlangsamt, sollte uns bewusst sein.

Der Wiener Kongress „Chaos & Ordnung“ im September stand unter der Überschrift: „Was bestimmt die Zukunft der Menschheit?“ Und die Antwort auf diese Frage konnte nur eine sein: WIR! Aber wie? Indem wir uns individuell und in unserer Gemeinschaft als Menschheit unserer Macht und Mächte bewusst werden und erkennen, dass unser unverstandenes und ungebändigtes Ego der größte Verhinderer auf unserem Weg zu einer glückerfüllten Welt ist.

In diesem 2. Teil der Trilogie geht es daher im Wesentlichen um zwei Dinge. Um die weiterführenden Informationen zum Thema altes und neues „Eden“, und um praktische Übungen, die uns helfen können, unseren elementaren Wesenskern zu erfassen, um daraus ein neues „Eden“ erschaffen zu können.

Liebe Freunde, die folgenden Zeilen sind eine kurze Zusammenfassung auch für diejenigen unter Euch, die das Buch „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ nicht gelesen haben. Darunter habe ich das Inhaltsverzeichnis des neuen Buches Das Ego im Dienste des Herzens – Ein neues Eden aufgeführt.

Seit sehr langer Zeit versuchen wir dem Leid zu entkommen. Wir sind bemüht und erhoffen, erleuchtet zu werden und damit vom Übel der Welt befreit zu sein. Einer der wesentlichen Hindernisse, weshalb sich dieser Herzenswunsch noch nicht erfüllt hat, ist unser Verstandesdenken1. Erst wenn unser auf Eigennutz konditionierter Verstand – und mit ihm das dominierende Ego – sich von unserem Herzen leiten lässt, werden wir den Pfad des Leidens verlassen können. In einem solchen Zustand übernimmt die „Intelligenz unseres Herzens“ die zentrale Führung. Diese Intelligenz entspringt unserem elementaren, unserem eigentlichen Wesenskern, unserem Selbst. Erst hierdurch bilden wir die Basis für den neuen, den „erwachten“ Menschen.

Von allen göttlichen Anlagen, die wir als Menschen haben, zählt das Potenzial, durch unsere geistigen Kräfte Realitäten zu erschaffen, zu den wertvollsten. Bei diesem Schöpfungsprozess wird nicht unterschieden, aus welchen Motiven wir unsere Wünsche kreieren. Ungeachtet unserer Beweggründe gilt, dass Gedanken, Bilder und Visionen die entsprechenden Realitäten erschaffen. Das in uns angelegte Schöpfungspotenzial kann erst durch eine Projektionsfläche2 genutzt werden. Auf ihr entstehen unsere inneren Bilder und Gedanken. Alles was auf dieser Projektionsfläche erscheint, greift in den Schöpfungsprozess ein und gestaltet unsere Realität.

Dieses in uns angelegte Schöpfungspotenzial wurde eine sehr lange Zeit nahezu ausschließlich von einem eigennützigen Ego genutzt. Die eigennützigen Motive unserer Egos3 aber bescherten uns letztlich Leid und ein Leben in Angst. Ihnen verdanken wir die aus den Fugen geratene Welt. Grundsätzlich gilt, dass wir nichts Neues erschaffen können, was wir uns nicht vorstellen können. Tatsächlich kann nichts Neues geschehen, wenn wir es nicht klar und konkret visualisieren. In diesem Sinne wird diese Welt erst dann Heilung erfahren können, wenn es uns gelingt, unser eigennütziges Ego in den Dienst unseres Herzens zu stellen.

Kapitel des Buches:
Das Ego im Dienste des Herzens – ein neues Eden

TEIL 1: WEM GEHÖRT DIE WELT?
Kapitel 1: Welcher Gott hat hier die Urheberrechte?
Ich schau auf die Welt
Gott und die Götter
Der Gott des Besitzdenkens
Verstandesparasiten – das Werk der Archonten?
Eine kleine Reflektion
Storyline 1: Sokrates

Kapitel 2: Das „Alte Eden“
Der „Sündenfall“ in der Bibel
Demiurg und Archont in der Gnostik
Storyline 2: Konstantin
Aus dem „Apokryphon des Johannes“
Eine erste Auswertung der Gnosis
Ein Gnostisches Weltbild unserer Zeit

Kapitel 3: Idee und Substanz
Sein und Werden, Platons Ideen
Aristoteles und die Substanz
Descartes: Vom „Ich Bin“ zur Dualität von Körper und Seele
Das Manifeste Weltbild

Kapitel 4: Das Weltbild der Naturwissenschaften
Quantenphysik
Unendlichkeit
Neuronengewitter

Kapitel 5: Ist die Welt eine Computersimulation?
Platons Höhlengleichnis
Welt am Draht
Das „Digitale Bewusstsein“
Materie ist Information
George Berkeley: Esse est percipi
Storyline 3: Die Reise des Argonauten

Kapitel 6: Was ist das Ego?
Entstehung des Egos im Kind
Repräsentiert die Schlange unser Ego?
Toxoplasma gondii reloaded
Ego als künstliche Intelligenz
Das kleine und das große Selbst
Eine psychotherapeutische Orientierung
Exkurs: Transhumanismus – wenn der Mensch Gott spielt

TEIL 2: DIE ERDE HILFT
Kapitel 7: Wie geomagnetische Felder das Bewusstsein verändern
Die Magnetfelder werden schwächer
Die Umkehrung der Pole
Magnetische Antennen im Gehirn

Kapitel 8: Die Macht der Zirbeldrüse
Magnetfeld und Epiphyse
Die Zirbeldrüse in der Forschungsgeschichte
Fluorid – Gift für unsere Zirbeldrüse

TEIL 3: DAS EGO IM DIENST DES HERZENS
Kapitel 9: Liebe zeigt sich auch in Kurven
Das Kleid der Sophia
Im Feld der Verbundenheit
Positives Denken und Anziehung
Exkurs: Intention und Gemeinsamkeit
Interview mit Lynne McTaggart

Kapitel 10: Nicht-Alltägliche Wirklichkeit
Schamanische Reise
Trancebeat und Thetawellen
LSD

Kapitel 11: Vom Ego zum Selbst
Das Integrale Bewusstsein
Der Ego-PC im Internet des Selbst
Unser Wesenskern ausserhalb der Matrix

Kapitel 12: Das Erwachen ist ein Mysterium
Nahtoderfahrung
Geschichten des Erwachens (von Buddha bis Eckhart Tolle)

Kapitel 13: Meditation und Gehirn
Tibetische Mönche im Kernspin
„Meditation für Skeptiker“
Aufbruch in ein unbekanntes Land

Kapitel 14: Was bedeutet das: Herz?
Herz-Kohärenz
Das Herzchakra
Die Weisheit Salomons
Buddhistische Herzmeditation

Kapitel 15: „Das Hohe Lied der Liebe“
Freude
Das „Hohelied der Liebe“ von Paulus
Rumi: Du und ich
Gibran: Von der Liebe

TEIL 4: INSPIRATION UND PRAXIS
Wie komme ich in die Freude?
Die Herz-Kohärenzübung
Chakras und Musik
Das Seelen-Navigationssystem
Hilfe für das verletzte Ego
König und Königin – eine Partnerschaftsübung
Seelennahrung
Metta Sutta – Liebende Güte

Liebe Freunde,
ich wünsche Euch von ganzem Herzen viel Freude und Inspiration beim Lesen und freue mich auf Euer Feedback!

Me Agape,
Dieter Broers

1 Der Verstand ist das Vermögen, Begriffe zu bilden und diese zu (Ver)Urteilen zu verbinden. Denken ist von Wahrnehmung und Intuition zu unterscheiden. Gedanken können als begrifflich aufgefasst werden, wohingegen Wahrnehmung und Intuition unbegrifflich sind.

2 Beispielsweise unser Assoziationszentrum

3 Egoismus als „Eigeninteresse“, „Eigennützigkeit“. Das Duden-Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“, „Eigenliebe“.

 

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LIVE Sendung mit Biophysiker Dieter Broers und Moderator Götz Wittneben. Dieter Broers nahm sich 2 Stunden Zeit, um live Online-Fragen des Publikums zu Themen rund um Zirbeldrüse, „Verstandesparasiten“ (Toxoplasmen), Erdmagnetfeld und vieles weitere zu beantworten.

Höhepunkt des Jahres – Kongress Chaos & Ordnung:

chaos-ordnung-kongress-dieter-broers-de

Auf der Kongress-Webseite www.chaos-ordnung.org könnt Ihr Euch bequem zum Kongress anmelden.

http://chaos-ordnung.org/

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Liebe Freunde,

vor etwa zwei Jahren erhielt ich mit der Post einen Umschlag mit einem der ersten Bücher von Jiddu Krishnamurti. Es war ein Geschenk von einer mir unbekannten Fee, die offenbar von meiner besonderen Vorliebe für diesen weisen Menschen wusste. Zu meiner großen Überraschung war in dieser gut erhaltenen Erstausgabe ein alter Zeitungsartikel aus dem Jahre 1929 eingeklebt.

Was ich hier zu lesen bekam erregte meine Aufmerksamkeit auf ganz besondere Weise. Im Wesentlichen handelt dieser Artikel von der ersten und damit auch letzten Amtshandlung als Oberhaupt des „Order of the Star in the East“, dessen Vorsitzender er war. Um die Bedeutung und Tragweite dieser außergewöhnlichen Amtshandlung zu verstehen, sollte man zunächst wissen, was diesem besonderen Ereignis vorausging.

Bereits 18 Jahre zuvor (1911) gründeten George Arundale, Dr. Annie Besant (die Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft) zusammen mit C.W. Leadbeater den Orden „Stern des Ostens“. Dieser Orden sollte dem Zwecke dienen, den damals noch jungen Jiddu Krishnamurti unter dem Namen Alcyone als den wiedergeborenen Matreya (Weltenlehrer) zu propagieren.

Hierzu musste Jiddu Krishnamurti allerdings erst das 33. Lebensjahr erreichen. So lag also Krishnamurtis einzige Amtshandlung in der Zurückweisung dieses höchst verlockenden Geschenkes. Das wirklich besondere hieran war jedoch sein außergewöhnlicher Beweggrund für seinen radikalen Beschluss. Diesen Beweggrund erklärte Jiddu Krishnamurti mit der Parabel „Der Teufel und sein Freund“. In diesem Zeitungsartikel ist zu lesen:

„Krischnamurtis Abschied“ (Offensichtlich wurde Krishnamurti hier etwas anders geschrieben)

Original Zeitungsartikel Order of the Star 1929 – Jiddu Krishnamurti

„Wie wir schon kurz berichtet haben, hat Krischnamurti den theosophischen Orden „Der Stern des Ostens“, von dem er als Prophet verehrt wird, in dem Lager von Ommen in der holländischen Provinz Overijssel aufgelöst. Interessanter als die Tatsache erscheint, so meint die „Boss. Zeitung“, die Begründung, die Krischnamurti in einer Rede in einem Zelt vor fast 3000 seiner Anhänger gab. Er begann mit der Parabel:

Der Teufel spazierte mit einem Freund. Vor ihnen ging ein Mann mit einem symphatischen Aussehen. Er suchte etwas. Immer wieder bückte er sich und steckte etwas in seine Tasche. Was tut der Mann? fragte der Freund den Teufel, Mephisto antwortete: „Er sucht die Wahrheit, und er findet viele Gründe von ihr. Er hebt sie auf und steckt sie sorgsam in seine Tasche.“

„Das sieht dann schlimm für dich aus“, sagte der Freund. Mephisto grinste und antwortete: „Absolut nicht, lieber Freund. Da drüben laufen noch mehr Wahrheitssucher. Ich habe einen guten Gedanken. Wir organisieren sie!“

„Glaubt mir,“ fuhr Krischnamurti fort, „die Wahrheit ist nicht zu organisieren. Jede Organisation ist ein beklemmendes Band. Sie unterdrückt die Wahrheit, sie zerreißt sie. Nur die materiellen Dinge, wie die Post, den Verkehr und dergleichen darf man organisieren. Wer die Wahrheit sucht, muss frei sein. Organisation vernichtet die Wahrheit und bringt einen Ersatz. Jeder Mensch muss selbst die Wahrheit suchen. Man kann den Gipfel eines Berges nicht heruntertragen, sondern man muss selbst emporsteigen wenn man den Ausblick des Gipfels genießen will. Auch die beste Organisation würde den Gipfel nicht herunterbringen können, aber der menschliche Geist ist faul, er will den Gipfel zu sich gebracht haben. Organisation macht aus den Individuen eine Herde, die einen Führer braucht. Jedes Individuum soll sich jedoch selbst führen. Organisierte Wahrheit ist ein Spielzeug für die Schwachen. Ich will keine Organisation. Ich will Freiheit für mich, ich will Freiheit für jeden. Ich will keine neue Sekte, ich bringe keine neue Religion, keinen neuen Glauben, keine Anhänger. Achtzehn Jahre habt ihr euch auf die Ankunft des Weltlehrers vorbereitet; jetzt bin ich da, und ich sage: nur wenige haben mich verstanden. Diese Wenigen brauchen keine Organisation.“

Ende des Zitates.

Wer war dieser außergewöhnliche Mensch? Jiddu Krishnamurti wurde am 11. Mai 1895 in Madanapalle, einer kleinen Stadt in Südindien geboren. Er und sein Bruder wurden in jungen Jahren von Dr. Annie Besant adoptiert, damals Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft. Dr. Besant und andere verkündeten, dass Krishnamurti der Weltlehrer sein würde, dessen Erscheinen die Theosophen prophezeit hatten. Um die Öffentlichkeit für sein Erscheinen vorzubereiten, wurde eine weltweite Organisation mit dem Namen „Stern des Ostens“ gegründet, und der noch junge Krishnamurti wurde ihr Oberhaupt.

Die Theosophin Annie Besant im hellen Mantel, rechts neben ihr Krishnamurti, links neben ihr Krishnamurtis jüngerer Bruder Nitya und hinter diesem George Arundale im Jahr 1911 in England.

Im Jahr 1929 aber legte Krishnamurti diese Rolle, die ihm auferlegt worden war, nieder, löste den Stern des Ostens mit seiner riesigen Anhängerschaft auf und gab alle Spenden in Form von Geldern und Besitztümern zurück. Krishnamurti gehörte keiner religiösen Organisation an und keiner Sekte, noch hat er sich jemals einer politischen Richtung oder Ideologie verschrieben. Vielmehr behauptete er, dass jene Dinge die Faktoren sind, die Menschen untereinander spalten und Konflikt und Krieg verursachen. Er erinnerte seine Zuhörer immer wieder daran, dass wir alle zuerst Menschen sind und nicht Hindus, Muslims oder Christen, dass wir wie die übrige Menschheit sind und nicht von einander getrennt.

Ein zentraler Punkt in der Lehre Krishnamurtis ist die Frage nach dem Ich. Während die Aufgabe der Psychologie bei Sigmund Freud darin liegt, unbewusste Ich-Anteile in das Ich zu integrieren, um auf diese Weise (bereits aufgetretene) Konflikte aufzulösen, erkennt Krishnamurti bereits in der Annahme der Existenz eines Ichs das eigentliche Problem: Nicht eine Ich-Stabilisierung wird bei Krishnamurti angestrebt, sondern dessen Auflösung. Das Ich, oder auch Ego ist für Krishnamurti hingegen die Ursache aller Konflikte. Die Wurzeln der Probleme (Jiddu Krishnamurti nennt sie Konflikte) liegen in der fehlenden Selbsterkenntnis!

Ich möchte Euch hierzu an eine Passage aus meinem Buch „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ erinnern. Im Kapitel „Vom Der-verratene-Himmel-Dieter-BroersWerden zum Sein – vom Sein zum Werden“ ist zu lesen:

„Im ersten Kapitel des Buches ›Vom Werden zum Sein gingen Jiddu Krishnamurti und ›einer der führenden Physiker des Westens‹, David Bohm, den Ursachen unseres geistigen Konfliktes nach. Als Erstes stellte Krishnamurti die Frage, »ob die Menschheit in die Irre gegangen ist?« Beide kamen zur Ansicht, dass der Anfang dieses Irrweges ›vor langer Zeit‹ begann. David Bohm fügte hinzu »…, dass der Mensch vor ungefähr fünf- oder sechstausend Jahren in die Irre ging, als er zu plündern und Sklaven zu nehmen begann. Danach besteht der Hauptzweck seines Daseins darin, Beute zu machen und zu plündern.«

In ihrer Erforschung für die Ursachen des irrigen Verhaltens der Menschen ermittelten David Bohm und Jiddu Krishnamurti eine ganz besondere Eigenart, nämlich ›innerlich etwas werden zu wollen‹. Sie kamen darin überein, dass dieses Werden-Wollen die Wurzel des Konfliktes sei.“

Liebe Freunde,

wenn Jiddu Kristhnamurti dem „Werden wollen“ als die „Wurzel des Konfliktes“ zuspricht, bezieht er sich auf das künstliche Selbst, also unser Ego. Sehr oberflächlich könnte man sagen, dass das „Werden wollen“ eine Motivation eines Egos ist. Das „Werden wollen“ ist vom „Ich will (haben, sein usw.)“ zu unterscheiden. Das „Werden wollen“ Krishnamurtis scheint sich auf die Motivation zu beziehen, etwas anderes zu sein oder werden zu wollen. Mit diesem Willen (wollen) versucht das Ego den „Gipfel des Berges“ herunterzutragen. Ohne jedoch zu wissen, was ihn auf diesem Gipfel erwartet. Ich meine jedoch, dass dieses „Werden wollen“ nicht die „Wurzel des Konfliktes“ ist. Eine solche „Wurzel“ (Ursache) sehe ich eher in seiner übersteigerten Version, dem sogenannten Egoismus. Ein übersteigertes Ego (griechisch ego „ich“) sieht sich getrennt vom „wir“, getrennt vom Ganzen, getrennt von der Quelle.

Und nun zur Parabel „Der Teufel und sein Freund“ und seinem Sinngehalt über die Wahrheit.

Im Johannes-Evangelium (Joh 18,38) stellte Pontius Pilatus Jesu die Frage: „Was ist die Wahrheit?“ Jesus antwortete, dass er in die Welt gekommen sei, um „Zeugnis für die Wahrheit“ abzulegen. Pilatus, der diese Frage stellte ging fort, ohne die Antwort abzuwarten. Er war sicher: Es gibt keine wahre und richtige Antwort! Heute ließe sich sagen, dass Wahrheitsfindung ein Prozess ist, bei dem die Menschen der Wirklichkeit immer näher kommen, jedoch ohne sie ganz erreichen und begreifen zu können.

Der Brockhaus definiert Wahrheit wie folgt:

„Wahrheit ist die Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem Gegenstand. Da dieser stets ein bestimmter ist, kann die Übereinstimmung nur durch Vergleichung mit ihm, nicht aber nach allgemeinen Regeln erkannt werden. Daraus folgt, dass es kein allgemeines Kriterium der Wahrheit geben kann, das für alle Erkenntnisse ohne Unterschied ihrer Gegenstände gültig wäre. – Von der inhaltlichen Wahrheit (materiale Wahrheit) zu unterscheiden ist die logische Wahrheit (formale Wahrheit), die in der Übereinstimmung der Erkenntnis mit den allgemeinen Regeln des Denkens besteht und mithin die logische Richtigkeit der Aussage betrifft; für sie ist mit den Gesetzen der formalen Logik ein allgemeines Kriterium gegeben, das aber nur die Form, nicht jedoch den Inhalt der Erkenntnis umfasst. So kann z. B. ein Schlusssatz (Conclusio) logisch falsch, inhaltlich aber wahr sein und umgekehrt.“

Gibt es denn überhaupt eine Wahrheit? Wahrheit basiert auf unserer persönlichen Wahrnehmungen und auf unseren Auffassungen. Wie lässt sich das Wahre als das benennen was es ist? Einer zutreffende Wahrnehmung ist nur im unmittelbaren Gewahrsein möglich. Also eine Wahrnehmung, die nicht von den Vorurteilen und Erwartungen des Egos geprägt ist, also außerhalb des Verstandes erfolgt. Das Verstandes-Ego sieht die Dinge (Ereignisse usw.) gerne so, wie sie in seiner Vorstellung sein sollten. Es vergleicht und bewertet. Ein Resümee Krishnamurtis Parabel wäre: „Wer die Wahrheit sucht, muss frei sein“, frei von der vergleichenden Logik des Verstandes.

Doch ist dieses „frei sein“ überhaupt möglich? Eine solche Freiheit würde einer ganzheitlichen Wahrnehmung von ›Allem, was Ist‹ entsprechen. Diesen Zustande erreichen wir im Gewahrsein, also wenn sich der Verstand in die ›2. Reihe‹ zurückgezogen hat. Diese Wahrnehmung erfolgt aus dem Selbst. Ich bemühe mich immer meinen Verstand nur als freundschaftlichen Berater zu sehen und meiner stets nach zutreffender Wahrheit strebenden Intuition den Vortritt zu lassen; das Gefühl ist der Wahrheit oft näher als der Verstand.

Me Agape

Euer Dieter Broers

1„Königreich Glück“, J.Krishnamurti, Eugen Diedrichs Verlag in Jena 1928

2 Bild des Zeitungsartikels

3https://de.wikipedia.org/wiki/Order_of_the_Star_in_the_East

4Der Order of the Star in the East war eine theosophische Organisation zur Bekanntmachung und Unterstützung von Jiddu Krishnamurti als kommendem Weltlehrer oder Maitreya. Er bestand von 1911 bis 1927. Sein Vorgänger war von 1910 bis 1911 der Order of the Rising Sun, sein Nachfolger von 1927 bis 1929 der Order of the Star. Der Orden war Anstoß, aber nicht Ursache für die Trennung Rudolf Steiners von der Theosophischen Gesellschaft Adyar (Adyar-TG) und Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft und führte nach seiner Auflösung zu einer schweren Krise für die Adyar-TG.“

5Dialog zwischen Dem Teufel und seinem Freund – wie oben in der Parabel beschrieben.

6https://de.wikipedia.org/wiki/Jiddu_Krishnamurti#/media/File:Annie-Besant-J-Krishnamurti-Ernest-Wood.jpg

7http://www.amazon.de/dp/3950381406/

8Vom Werden zum Sein, Jiddu Krishnamurti, David Bohm, O.W.Barth Verlag, 1987. Originaltitel der englischen Ausgabe ›The Ending of Time‹, 1985.

http://www.amazon.de/Vom-Werden-Sein-Jiddu-Krishnamurti/dp/3442118514.

9Egoismus (griechisch/lateinisch ego ‚ich‘) bedeutet „Eigeninteresse“[, „Eigennützigkeit“. Das Duden-Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“, „Eigenliebe“.

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Uebung_Selbst_und_Vertrauen-dieter-broers-deLiebe Freunde,

wusstet Ihr, dass eine echte Theaterkunst darauf beruht, dem Selbst die Möglichkeit freier Entfaltung zu geben? Gibt das Ich das Selbst nicht frei, entsteht nämlich eine Aufführung, die von Vetos1 geprägt ist. Das Bewusstsein will ständig die Kontrolle wahren und das Geschehen überwachen, und die Aufführung wird ungleichmäßig und unglaubwürdig; denn ein Gefühl kann nicht glaubwürdig wirken, wenn es vom Bewusstsein kontrolliert und gehemmt wird. Dem Selbst die Freiheit zu geben ist die größte Hürde. Es erfordert Vertrauen von seitens des Ich, und dieses Vertrauen entsteht durch Übung. Beim einüben der Proben geht es im Wesentlichen darum, dass das Ich Vertrauen in das selbst entwickelt. Das Ich lernt zu vertrauen, dass das Selbst das Gefühl empfinden und Bewegungen ausführen kann.

Die Funktion des Ich beim Lernen besteht darin, dass es das Nichtbewusste, das Selbst, dazu bringt, zu trainieren, sich zu üben oder überhaupt aufmerksam zu sein. Das Ich ist eine Art Auftraggeber, der dem Selbst sagt, was es zu üben hat. Er ist der Sekretär und der Berater des Selbst.

Die wirkliche Stärke des Ich macht sich aber erst geltend, wenn es sich demütig zeigt gegenüber dem Selbst, dass so viel mehr kann, weil seine Bandbreite um ein Vielfaches grösser ist. Im Grunde ist das Ich ist durch seine Programme begrenzt, wohingegen das Selbst in Einheit mit Allem ist.

Der Mathematiker Kurt Gödel2 sagte, dass ein begrenztes formales System nicht zugleich vollständig und widerspruchsfrei sein kann. Das eine endliche Beschreibung eine unendliche Welt nicht widerzugeben vermag.

Das Bewusstsein wird die Welt nie beschreiben können, weder innerhalb noch außerhalb seiner selbst. Sowohl die Person, die innen ist, als auch die Welt, die außen ist, sind reicher, als das Bewusstsein erfassen kann. Beide bilden für sich eine Tiefe, die sich kartieren und beschreiben, aber nicht vollständig erkennen lässt. Sie stehen miteinander im Zusammenhängen, von denen das Bewusstsein nichts wissen kann. Wir könnten diese Tiefen, die innere und äußere, zusammen als Gödelsche Tiefe bezeichnen und sagen, das Bewusstsein schwebe sozusagen in Gödelsche Tiefe, bzw. das Ich schwebt in Gödelsche Tiefe.

Ich möchte darauf hinweisen, dass der Gödelsche Satz auf einer modernen Version des berühmten Lügner Paradoxons, das bekanntlich im alten Griechenland entdeckt wurde, als das Bewusstsein sich durchzusetzen begann. „Ich lüge“ ist die einfachste, „Alle Kreter lügen“ lautet die bekannteste Version des berühmten Lügner Paradoxon. Das Bewusstsein hat den Menschen die Möglichkeit gegeben, zu lügen, Behauptungen aufzustellen, die nicht stimmen, einen Abstand zu schaffen zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was wirklich gemeint ist.

Eine modernere Version, vom Gödelschen Satz, hat der Philosoph Alfred Tarski als die Erkenntnis gedeutet, einer Aussage sei es prinzipiell unmöglich, von sich selbst zu beweisen, dass sie wahr oder falsch ist. Das Besondere an dem Satz „Ich lüge“ ist deshalb in Wahrheit nicht das Wort „lüge“, das dem Paradox den Namen gegeben hat. Es ist das Wort „ich“ – ein Redner, der von seiner eigenen Rede spricht.

Im Verweis auf sich selbst, in der Selbstreferenz liegt also das eigentliche Problem. Der Körper kann nicht lügen, seine Bandbreite ist dafür zu groß. Das Ich aber kann es. Es verweist auf sich, als sei es das Selbst, doch genau das ist es nicht! Das Ich gibt vor, das Selbst zu sein, die absolute Kontrolle über das Selbst zu haben, doch ist das Ich nur eine Karte vom Selbst. Eine Karte kann lügen, das Gelände jedoch nicht. „Ich lüge“ ist kein Lügner Paradox, es ist die Wahrheit über Bewusstsein. Sören Kierkegaard3 schrieb: „Sokrates Ziel war es nicht, das Abstrakte konkret zu machen, sondern durch das unmittelbar Konkrete das Abstrakte zum Vorschein kommen zu lassen.“4 Wir können die Erkenntnis aus der Welt ableiten, jedoch nicht die Welt aus der Erkenntnis. Kultur und Zivilisation mögen große Erfolge gefeiert haben, aber auch große Probleme geschaffen. Je mehr Macht das Bewusstsein über Dasein erhalten hat, desto problematischer wird es. Die Zivilisation lässt die Menschen an einem Mangel an Andersartigkeit und Widersprüchlichkeit leiden, der jene Form von Wahnsinn bewirkt, dem Diktatoren verfallen, denen nie widersprochen wird.

Es scheint wichtig, dass wir uns darüber zu freuen wagen, eben nicht alles unter Kontrolle zu haben und uns nicht immer bewusst zu sein. Es ist wichtig, die Lebendigkeit des Nichtbewussten zu genießen und sie mit der Disziplin und Verlässlichkeit des Bewusstseins zu vermischen. Das Leben bereitet nun einmal am meisten Freude, wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Das Bewusstsein enthält letztlich nicht viele Informationen, denn Information ist Andersartigkeit und Unvorhersagbarkeit. Die Besinnung des Bewusstseins besteht darin anzuerkennen, dass Menschen mehr Informationen benötigen, als das Bewusstsein geben kann. Natürlich braucht der Mensch auch die Information, die im Bewusstsein enthalten ist, ebenso wie wir eine Karte benötigen, um uns im Gelände zurechtzufinden. Das Wesentliche jedoch ist, nicht die Karte, sondern das Gelände zu kennen.

Die Welt ist sehr viel reicher als wir glauben, wenn wir die Karte von der Welt anschauen. Freude bzw. Liebe ist nicht soweit entfernt, wie das Bewusstsein glaubt. Um das menschliche Bewusstsein, das frei in Gödlescher Tiefe schwebt, ist es gar nicht so schlecht bestellt, wie es selbst in seiner Angst vor Andersartigkeit glaubt. „Was von dem sogenannten Ich vollbracht wird, vollbringt, das spüre ich, in Wirklichkeit etwas wesentlich größeres als das Ich in mir selbst“ sagte einst James Clerk Maxwell. Die Besinnung des Bewusstseins ist die Einsicht: Ich ist nicht das Zentrum in mir selbst. Das Zentrum der Welt ist das Selbst. Die Welt spürt mein Selbst – und mein Selbst spürt sie.

Liebe Freunde,

ich erkenne vor allem einen inneren Zusammenhang zwischen den beiden Kernsätzen am Anfang dieses Beitrages („Die wirkliche Stärke des Ich macht sich aber erst geltend, wenn es sich demütig zeigt gegenüber dem Selbst, dass so viel mehr kann, weil seine Bandbreite um ein Vielfaches grösser ist. Im Grunde ist das Ich ist durch seine Programme begrenzt, wohingegen das Selbst in Einheit mit Allem ist.“) und Sören Kierkegaard’s Ausspruch „Die Zivilisation lässt die Menschen an einem Mangel an Andersartigkeit und Widersprüchlichkeit leiden, der jene Form von Wahnsinn bewirkt, dem Diktatoren verfallen, denen nie widersprochen wird.“ Dieses Statement klingt zunächst paradox, aber wir lernen ja alle im Moment die Schattenseiten des Konstruktes kennen, das man allgemein „Zivilisation“ nennt, obwohl viele Aspekte, die mit ihr einhergehen, dieses Prädikat nicht verdienen. Ich appelliere an die Menschheit, die Seiten der „Zivilisation“, die ihr nicht dienlich sind, zu überwinden. In diesem Sinne…

Me Agape,

Dieter Broers

 

1 Ein Veto ist das Einlegen eines Einspruches, das innerhalb eines formell definierten Rahmens geschieht und damit Entscheidungen aufschieben oder ganz blockieren kann.

4 Kierkegaard 1950-74, 31, Abt., S. 112.

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Liebe Freunde,
nach einer längeren Pause wurde am 29. Januar meine „Dieter Broers-TV Sendung“ fortgesetzt.

Wir bedanken uns bei allen Zuschauern.

Me Agape
Dieter Broers

Weiterführende Informationen im Buch Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden:

Der-verratene-Himmel-Dieter-Broers

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der-wettlauf-mit-sich-selbst-dieter-broers»Jeder Mensch ist in jedem Augenblick fähig,

sich alles dessen zu erinnern, was ihm je geschehen ist,

und alles wahrzunehmen, was irgendwie im Weltall geschieht.«

Henri-Louis Bergson

Liebe Freu(n)de,

wie ich Euch bereits in Aussicht gestellt habe, möchte ich an eine Arbeit eines der bedeutendsten Verhaltensforscher erinnern. Konrad Lorenz (1) zählt sicher zu den der bedeutendsten Verhaltensforschern. Für seine herausragende Forschungsarbeit erhielt er 1973 den Nobelpreis und leitete bis dahin das Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie. Im gleichen Jahr veröffentlichte Konrad Lorenz ein Resümee seiner langjährigen Studien. Sein Buch „Die acht Todsünden der Menschheit“ (2) ist bedauerlicherweise nur noch wenigen Menschen bekannt. Heute möchte ich Euch eine Passage aus diesem Buch in Erinnerung bringen. Ich lade Euch zu einem Abgleich zwischen seinen Thesen und Eurer gegenwärtigen Welt- und Einsicht ein. Wie seht Ihr seine Argumente heute? Was fühlt Ihr, wenn Ihr seine Aussagen auf Euch einwirken lasst? Konrad Lorenz untersucht in seinem Buch primär Vorgänge der Dehumanisierung (3), die nicht nur unsere heutige Zivilisation und Kultur, sondern die Menschheit als Ganzes mit dem Untergang bedrohen. Er warnt eindringlich vor Missverständnis und Fehlverhalten aus einer „pseudodemokratischen Doktrin“, wonach unser soziales und moralisches Verhalten ausschließlich durch die Umwelt „konditioniert“ werde.

Mein für heute gewähltes Thema betrifft eines seiner acht Thesen Der Wettlauf mit sich selbst“ (die Konrad Lorenz zu einer seiner acht aufgestellten „Todsünden“ erhob). Obwohl mich die Formulierung „Sünde“ im Grundsatz stört, meine ich doch, dass seine Erkenntnisse von außerordentlicher Tragweite sind. Wie Ihr gleich erkennen werdet, beschreibt diese These einen wesentlichen Aspekt in meinem Buch „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden.“. Im 4. Kapitel „Das Tor zum Garten Eden – Fremdbestimmung und Selbsterkenntnis“ heißt es z.B.:

Es geht nicht darum, das zu suchen, was ›Ich‹ möchte, sondern das, was mein wahres Selbst sich ersehnt. Dieser Unterschied muss von meinen Denkprogrammen richtig verstanden werden. Gemeinsam konnten wir ein besseres Verständnis über die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen unserem Ego, unserem Verstand und Selbst erarbeiten. Ich habe vermittelt, dass unser Selbst die eigentlich wahrnehmende Instanz ist. Wir sind unser Selbst. Als Mensch ist unser Selbst das Zentrum von Verstand und Ego, wobei unser Ego sich zu einer eigenständigen Instanz entwickelt hat….“

So beginne ich heute mit folgendem Zitat von Konrad Lorenz:

Ein Wesen, das um die Existenz seines eigenen Selbst noch nicht weiß, kann unmöglich begriffliches Denken, Wortsprache, Gewissen, und verantwortliche Moral entwickeln. Ein Wesen, das aufhört zu reflektieren, ist in Gefahr, all diese spezifisch menschlichen Eigenschaften und Leistungen zu verlieren. Einer der bösesten Auswirkungen der Hast oder vielleicht unmittelbar der Hast erzeugenden Angst ist die offenkundige Unfähigkeit moderner Menschen, auch nur kurze Zeit mit sich selbst allein zu sein. Sie vermeiden jede Möglichkeit der Selbstbesinnung und Einkehr mit einer ängstlichen Beflissenheit, als fürchteten sie, dass die Reflexion ihnen ein geradezu grässliches Selbstbildnis entgegenhalten könnte, ähnlich dem, was Oscar Wilde in seinem klassischen Schauer-Roman „The Picture of Dorian Gray“ beschreibt. Für die um sich greifende Sucht nach Lärm, die bei der sonstigen Neurasthenie (Nervenschwäche) moderner Menschen geradezu paradox ist, gibt es keine andere Erklärung als die, dass irgendetwas übertäubt werden muss.

Die Menschen leiden also unter den nervlichen und seelischen Beanspruchungen, die der Wettlauf mit ihresgleichen ihnen auferlegt. Obwohl sie von frühester Kindheit an darauf dressiert werden, in allen wahnsinnigen Auswüchsen des Wettbewerbes Fortschritte zu sehen, schaut den gerade fortschrittlichsten unter ihnen die sie treibende Angst am deutlichsten aus den Augen und die tüchtigsten und am meisten „mit der Zeit gehenden“ sterben besonders früh an Herzinfarkt.“

Liebe Freunde, bitte lasst diese Zeilen in aller Ruhe auf Euch einwirken. Denkt und fühlt Euch in sie hinein. Versucht zu beobachten, wie Ihr darauf reagiert. Für mich haben diese Zeilen mit dazu beigetragen, ein Stück näher zu meiner Selbsterkennung zu kommen, deren Zuwachs ich jedes Mal als eine außerordentliche Freude erfahre, auch wenn mich manches, was ich in der nachträglichen Verarbeitung von Erlebnissen und Ereignissen aus der heutigen (Ein-)Sicht ganz anders bewerte, als zum damaligen Zeitpunkt, schmerzt und mit Wehmut erfüllt. Ein inneres Wachsen und Heilung kommt zustande, wenn man den Mut aufbringt, die Erinnerungen zuzulassen, hinzuschauen, sich Fehler einzugestehen, sie auch sich selbst gegenüber schonungslos betrachtet und neu bewertet und dabei den Grundsatz beherzigt, dass jeder zu jeder Zeit immer das aus seiner Perspektive Beste gibt und tut und dass es “nur“ der seinerzeitigen Unwissenheit/Unbewusstheit zu schulden war, dass man es nicht damals schon besser wusste und sich „richtiger“ verhalten konnte. Wir haben uns diese physische Existenz ausgesucht, um diese Lernschritte zu machen. Die gründliche innere Reflektion und Verarbeitung unserer Erlebnisse ermöglichen es, die Ereignisse immer differenzierter und nuancierter wahrzunehmen und uns so einer immer objektiveren Bewertung der Wirklichkeit zu nähern. Das erlaubt uns, das Gleichgewicht zwischen uns und allem und allen, die uns umgeben und beeinflussen wieder herzustellen, zu erkennen, was uns „aus der Kurve getragen“ und von uns selbst entfernt hat und zu uns selbst zurückzufinden.

Me Agape

Dieter Broers

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Lorenz

(2) Konrad Lorenz, Die acht Todsünden der Menschheit, Kapitel: Der Wettlauf mit sich selbst, Passagen aus den Seiten 36 und 37. Piper Verlag.

(3) Dehumanisierung: Entmenschlichung von Gegnern durch verbale Aggression, Diffamierung von Mitmenschen. http://www.spektrum.de/lexikon/biologie/dehumanisierung/17119

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Zur wahren Selbsterkennung gehört die genaue Erkenntnis unserer Fremdbestimmung. Keine Suche zu dem was mein „Ich“ – mein Ego – möchte, sondern danach, wonach sich mein wahres Selbst ersehnt. Dieser Unterschied sollte von uns richtig verstanden werden. Eine Erlösung ohne die Mithilfe unseres Verstandes würde nicht funktionieren. Unser gegenwärtiges Ego ist untrennbar an unseren Verstand gekoppelt. Durch die zunehmende (An)Erkenntnis wer wir wahrhaftig sind, wird sich unser Verstand im gleichen Verhältnis in den Dienst unseres wahren Selbst stellen.
 Wie können wir uns diesen Vorgang vorstellen?
Normalerweise organisiert der Verstand unsere Erlebnisse nach seiner Programmierung. Diese Programme entsprechen unseren Konditionierungen – die wir von unseren Eltern, Lehrern usw. übernommen haben. Mit andern Worten, wir wurden in eine Welt hineingeboren und erzogen, die selber noch in einem Zustand der relativen Unbewusstheit sind. Eine Änderung dieser Bevormundung tritt erst ein wenn wir von unserem naturgemäßen Freien Willen gebrach machen. Den Freien Willen unseres Selbst können wir jedoch erst nutzen, wenn wir ein erhöhtes Bewusstsein erreicht haben.
Unsere (noch) relative Unbewusstheit wird von unserem Verstand – den wir irrtümlich für uns Selbst halten – bewacht. Seine alleinige Vormachtstellung hindert unser wahres Selbst an sein Hervortreten. Zur wahren Selbsterkennung gehört das klare Erkennen des Faktes und das Ausmass unserer Fremdbestimmung.

Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden

Dieter Broers erklärt in diesem Buch, wie es gelungen ist, die Menschheit in ein System zu zwängen, das wir für die einzige Realität halten. Er leuchtet die Hintergründe der Hintergründe aus, und geht dabei auch dem nach, was erst vor wenigen Jahren durch die vollständige Übersetzung lange verschollener Schriften entschlüsselt werden konnte. Auch wenn sie bereits mehr wissen als die meisten Menschen, werden Ihnen verschiedene ’Lichter’ aufgehen, um zu verstehen, was wirklich auf diesem Planeten gespielt wird. Broers zeigt auf, welche Kräfte dafür verantwortlich sind und wie wir mit diesen Kräften umgehen können, um uns ihrer Macht zu entziehen und endlich zu den freien Menschen werden, die wir sein können, wenn wir unser Denken an der Intelligenz unserer Herzen ausrichten.
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platoshohleDen Weg aus der Höhle finden wir sicher nicht im Außen – in den großen Weiten des Universums beispielsweise. Dieser Ausgang ist in uns. Er verbirgt sich hinter den Fassaden unserer selbsterdachten Gedankenstruktur (unserer Matrix).


Unser Leben verläuft in einer Raum-Zeit, die ich gern als die Bühne des Lebens bezeichne. Diese Bühne des Lebens ist allerdings in einer Raum-Zeit-Blase eingebettet. Außerhalb dieser Raum-Zeit-Blase existiert eine erweiterte Welt. Diese Raum-Zeit-Blase entspricht dem Raum Platons, den er als Höhle bezeichnet. Sein Höhlengleichnis könnte durchaus mit dem holographischen Weltbild gleichgesetzt werden. Nach diesem Denkmodel ist  das Gehirn ein Hologramm, das ein holographisches Universum wahrnimmt und an ihm teilhat. Im entfalteten manifesten Bereich von Raum und Zeit scheinen die Dinge getrennt und verschieden.  Der Begriff des „holographischen Weltbildes“ geht auf den Hirnforscher Karl H. Pribram und den Physiker David Bohm zurück, die der Funktion des Gehirns und der Betrachtung naturwissenschaftlicher Phänomene die Funktionsweise des Hologramms zugrunde legten. Bereits zuvor ist es zwei Physikern gelungen, ein noch weitreichenderes Model zu erstellen.

Unabhängig voneinander erstellten sie ein erweitertes Weltbild. In seiner Habilitationsschrift „Relativite Generale“  (Introduction au calcul tensoriel) errechnete der theoretische Physiker Jean E. Charon ein achtdimensionales Weltbild. In diesen acht Dimensionen ist quasi unsere Raum-Zeit-Blase eingelagert. In einem Geniestreich erstellte Burkhard Heim ein 12-dimensionales Weltbild. In beiden Modellen sind die elementaren Seins-Attribute Geist und Materie in eine sinnvolle Beziehung gesetzt. Eine genauere Untersuchung des „holographischen Weltbildes“ und den Weltmodellen von B. Heim und Jean E. Charon erinnerte mich zunehmend mehr an Platons Höhlengleichnis. Allen gemeinsam könnte man schlussfolgern, dass wir nur einen sehr begrenzten Ausschnitt als unsere Welt wahrnehmen. Was jedoch in Wirklichkeit nur als ein Schatten-Fragment gedeutet werden kann.

In dieser Schatten-Fragment-Realität (Matrix) findet gegenwärtig eine Wahrnehmungserweiterung seiner Bewohner statt. In einer Art des Erwachens erkennen wir unsere gelebten Begrenzungen und unsere wahrhaftige Seins-Bestimmung in einem unbegrenzten Kosmos – in unserem unbegrenzten Kosmos (beispielsweise als: Wir sind der Kosmos). Dieses Erwachen wird uns aus unserer (selbst erstellten) Raum-Zeit-Blase, unserer Höhle führen.

Hier möchte ich einen Aspekt von Burkard Heims Model anbieten. Es stellt die Bedeutung unserer Handlungen innerhalb der Raum-Zeit-Blase – unserer Höhle – und die Spielregeln innerhalb dieser Höhle dar.
Wenn man die Welt nach Burkhard Heim durch erweiterte Dimensionen (x5,x6) beschreibt, zeigt sich, dass in dieser erweiterten Topologie Hyper-Räume existieren, die außerhalb unserer allgemein bekannten Raum-Zeit liegen und ihrem Wesen nach immaterielle Strukturen aufnehmen können. Hierunter sind auch solche der Bereiche   und . Hier ist die Zeit noch bestimmend, so dass ein raum-zeitartiges, integrales Wirkungsgebiet aufgespannt wird. Hier spielen sich auch postmortale Zustände (über den Tod hinaus) der menschlichen Existenz ab.

Das Mittel zur Beschreibung der über die zweiwertige Ja-Nein-Logik hinausgehenden Strukturen ist die Syntrometrie*. Unter dieser  Syntrometrie gilt:
1)    Es gibt auf der Stufe=4 (Vernunftwesen) einen immateriellen Persönlichkeitskern +  der den leiblichen Tod überdauert.
2)    Beim Sterbevorgang wird das neuronale Gedächtnis über mehrere Stufen in ein Noogramm transkribiert.
3)    Nach Ablauf der Mortalsynkope (vorübergehender Bewusstseinsausfall) ist ein willkürlicher Zugriff auf dieses Gedächtnis möglich, wobei ein dem lebenden analoges Wachbewusstsein auftritt.
4)    Die für das über den Tod hinausgehende (transmortale) Schicksal notwendige Motivation muss sich schon im jetzigen Leben entwickeln. Was bedeutet, die individuellen und sozialen Verhaltensmuster des lebenden Menschen sind von entscheidendem Einfluss auf das weitere Schicksal!
5)    Gedanken sind nicht (im Grunde unverbindliche) Emanationen molekularer Prozesse, sondern eigenständig eigenständige Wirkmächte.
6)    „Das ganze kosmische Wirkgesetz ist auf eine verborgene (entelechale) Höherentwicklung der geistigen und sittlichen Kräfte angelegt.“ (B. Heim). Die ethische und soziale Grundhaltung sollte erkannt und zur Lebens-Maxime erhoben werden (kategorischer Imperativ).

„Müssen wir Menschen immer erst alles verlieren, um unsere wahren Schätze zu erkennen?“
Dieter Broers, 04.05.2012

*Syntrometrie = polyvalente Logik
Burkhard Heim entwickelte eine neue Logik, welche die Aristotelische zweiwertige Ja-Nein-Logik ablöst und von der die bekannte Fuzzy-Logik ein Spezialfall ist. Diese polyvalente Logik nannte er „Syntrometrie“ und bewies mit ihr, dass es vier Seinsschichten mit jeweils einer eigenen Logikstruktur und einem hierarchischen Aufbau gibt. Diese Schichten stehen untereinander in Wechselwirkungen und haben Unterschichten, die ebenfalls untereinander „wechselwirken“. In jeder Seinsschicht kann Krankheit entstehen und behandelt werden.

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heimkontrabatorDer im Januar 2001 verstorbene Physiker und Denker Burkhard Heim gehörte zu den Ausnahme-Erscheinungen der modernen Wissenschaft. Sein Lebenswerk führt die Kulturgeschichte der modernen Physik in die Zukunft und nach Max Planck und Werner Heisenberg ist Burkhard Heim der maßgebliche Vordenker in einer naturwissenschaftlichen Disziplin, die einzig und allein in der Lage ist, auch die Feinstofflichkeit in einem mehrdimensionalen Raum-Zeit-Gefüge  zu erfassen und nachzuweisen. Aufgrund eines schwersten körperlichen Handicaps führte er ein Leben außerhalb der „normalen Gesellschaft“. Die kürzlich erschienene Biografie seines Freundes und Schülers Illobrand von Ludwiger dokumentiert das ungewöhnliche Leben dieses Außenseiters, der mit seinen grenzüberschreitenden Berechnungen, unter anderem im Bereich der Berechnung der Elementarteilchen-Massen, seiner Zeit weit voraus war.

Ich selber habe mich bereits während meiner Studienzeit für die ganzheitlichen Zusammenhänge zwischen Geist und Materie interessiert. Burkhard Heim war zu meiner Studienzeit ein Mythos, der durchaus Beachtung fand. Seine Ausführungen über mögliche Antriebstechnologien unter Einsatz von elektromagnetischen Feldern beflügelte die allgemeine Fantasie in Sachen Raumfahrt und erweckte ein öffentliches Interesse an Burkhard Heims neuer Physik.

Mir war völlig klar, dass dieser geniale Mann den Schlüssel für ein wirklich ganzheitliches Verständnis der Naturwissenschaft in der Hand hatte und ich kann sagen, das sein Wirken meinen Werdegang entscheidend beeinflusst hat.

Anfang der 90iger Jahre bat ich aus einem ganz persönlichem Interesse heraus meinen Mentor Prof. Ingolf Lamprecht, der zu dem Zeitpunkt Dekan an der FU-Berlin war, Burkhard Heim zu einem Vortrag an der FU-Berlin einzuladen. Zu meiner großen Freude nahm B.H. diese Einladung an.

Mein damaliges Forschungsprojekt beschäftigte sich mit unbekannten Räumen und dieser Mann war der erste, der der Wissenschaft einen diesbezüglichen  rechnerischen, naturwissenschaftlichen Zugang eröffnete. Genau diese „Erlaubnis“ brauchten wir damals dringend. Zwar veröffentlichten wir wissenschaftliche Arbeiten; aber die Ergebnisse waren „unerklärlich“ und trotz aller akkuraten Vorgehensweisen im wissenschaftlichen Sinne lediglich phänomenologisch zu begreifen und zu fassen.

Bedauerlicherweise konnten die meisten Zuhörer den Ausführungen von Herrn Heim nicht folgen; was zum einen an seiner Sprachbehinderung lag; aber die dramatische Wahrheit war, das Burkhard Heim durch seine Isolation sich mental bereits so weit entwickelt hatte, das seine Prämissen den meisten Zuhörern schlichtweg unbekannt waren und sie ihm fachlich nicht folgen konnten.

Kurz nach dem körperlichen Ableben Burkhard Heims, folgte ich meiner Eingebung, eine Burkhard-Heim-Gesellschaft zu gründen.  Mein erster Schritt bestand in der Sicherstellung seiner Forschungsgeräte.  Dank der großen Hilfe von Illobrand von Ludwiger und Gabriele Häuser war es mir möglich, die wesentlichen Laborgeräte von Burkhard Heim sicher einzulagern.

Seitdem sind einige Jahre ins Land gegangen und das Interesse an seiner Arbeit ist ungebrochen vorhanden und wie mir scheint, hat sich der Zeitgeist dahingehend verändert, dass jetzt mehr Menschen als zuvor in der Lage sind, sich mit den Inhalten des Lebenswerks dieses Genies zu beschäftigen. Der Stand der Dinge ist der, dass im Moment auf der einen Seite die juristische Grundlage einer Burghard-Heim-Gesellschaft definiert werden muss. Was die praktische Arbeit betrifft ist es fraglich, ob die veralteten Laborgeräte überhaupt wieder in ihre ursprüngliche Funktion zu bringen sind. Herr Holger-Detlef Klein vertritt
in seinem Artikel „Burkhard Heim, sein Institut und sein Nachlass“ die Ansicht: „Außerdem konnten der „Kontrabator“-Aufbau, Teile der Messanlage und eine Wandtafel, die noch Berechnungen von Heim enthielt, erworben werden. Diese Gegenstände sind jedoch eher von musealem Wert.“

Aktuelle Untersuchungen eines dem Team zugehörigen Ingenieurs machen jedoch Hoffnung, dass zumindest ein Teil der Geräte wieder in Funktion gebracht werden kann. Außerdem hat sich dieser Tage gezeigt, das alleine die Beschäftigung mit der von Burkhard Heim erschaffenen Technologie die Bearbeiter inspiriert und zu konstruktiven Gedanken anregt. In jedem Falle würde die naturgetreue Nachstellung der Forschungsanlage in ihrer Bedeutung als historisches Museumsartefakt einen hohen Wert darstellen.

Unterstützend für alle Burkhard Heim Forscher ist der zur Verfügung stehende schriftliche und vertonte Nachlass, der zum Bespiel bei Amazon unter dem Titel „Das neue Weltbild des Physikers Burkhard Heim – Unsterblich in der 6-dimensionalen Welt“ leicht zu bekommen ist und in jeder seriösen Bibliothek seinen Platz haben sollte. Der Einfachheit halber möchte ich im folgenden den ankündigenden Text für sich selbst stehen lassen:

„Englische Zeitungen sahen in ihm den „neuen Einstein“. „Steht den Deutschen ein neues Weltbild bevor?“ fragte der Stern 1957 in einem Artikel über den fast blinden und tauben sowie Handlosen Physiker Burkhard Heim. Es sieht so aus, als könnte die Frage heute mit „ja“ beantwortet werden. Heim vollendet Einsteins Ansätze zu einer einheitlichen Feldtheorie. Er geometrisiert nicht nur das Gravitationsfeld, sondern sämtliche physikalischen Felder. In Heims Theorie lassen sich alle Elementarteilchen als dynamische, quantisierte geometrische Strukturen angeben. Die Massen der Elementarteilchen werden sehr genau wiedergegeben, was bisher weder die String, noch die Loop-Quanten-Theorie können! Ein Urknall findet im kosmologischen Modell Heims nicht statt. Der Kosmos entwickelte sich nach Heim sehr, sehr lange nur als ein leerer Raum – als reine quantisierte Geometrie. Durch die Einführung einer aspektbezogenen Logik gelingt in Heims 6-dimensionalem Weltbild die einheitliche Beschreibung physikalischer, biologischer und psychischer Prozesse und somit die Lösung des Leib-Seele Problems. Das Hörbuch will auf die Bedeutung, die das neue moderne Weltbild für jeden Einzelnen von uns hat, aufmerksam machen. Es zeichnet ein hoffnungsvolleres und sinnvolleres Bild des Daseins als es nur die Raumzeit vermag. Mit zahlreichen Interviews und Vorträgen von Burkhard Heim.“

Es ist meine erklärte Absicht, einen Teil meiner Aufmerksamkeit und meiner Energie der Entwicklung dieses Projektes zu widmen und ich bin sicher, dass sich unter meinen Freunden und Lesern etliche befinden, die die Vision einer „Burkhard Heim-Gesellschaft“ mit mir teilen. Selbstverständlich werde ich Sie über diesbezügliche Neuigkeiten auf dem Laufenden halten; die aktuelle Beschäftigung mit den Objekten im Lager war der Grund, dieses Thema hier in meiner Community anzusprechen. Dieser Tage wurden verschiedene Gespräche über mögliche Standorte geführt.

Es liegt in der Natur dieser komplexen und anspruchsvollen Materie, dass sie durch Fachleute und Experten aufbereitet werden muss und in wiefern sich aus der Beschäftigung mit Burkhard Heims Gedankenwelt für die Menschheit neue Technologien ableiten lassen, was die nahe Zukunft zeigen wird. Tatsache ist und bleibt, daß das Leben und Wirken dieses Mannes ein Meilenstein in der Geschichte der Wissenschaft ist, dessen eigentliche Bedeutung es immer noch gilt zu entdecken.

Zum besseren Verständnis empfehle ich das Lesen der unten folgenden Links und freue mich natürlich wie immer auf Ihre Meinungen, Aussagen und Linkempfehlungen.
Es verbleibt für heute allerherzlichst, Ihr D.B.

http://neu.dieter-broers.de/wp-content/uploads/2016/03/nachruf.pdf

http://www.amazon.de/Weltbild-Physikers-Burkhard-Unsterblich-6-dimensionalen/dp/3831261288

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Liebe Freunde, nach einer etwas längeren Pause melde ich mich mit paar Anschauungen zurück. Im Zustand meines Rückzuges konnte ich eine Reflektion meiner bisherigen Tätigkeiten erfahren. Ich erkannte, in wie weit ich in den letzten Monaten überwiegend aus dem Verstand gehandelt habe (Reagiert aus dem Verstandesbewusstsein anstatt Agieren aus dem Herzen).   Nun berichte ich bereits seit 1998 über eine bevorstehende Wandlung der Menschheit – damals als „Herbert Gross“, später als „Morpheus“ -, und hatte fast meine eigenen „Hausaufgaben“ vergessen. Was mir mein Körper dann mit den Symptomen verschiedener „Krankheiten“ quittierte. Diese schmerzhafte Erkenntnis führte mich wieder zur Quelle vieler meiner Inspirationen zurück. So konnte ich einen Abgleich zwischen meinem Verstandesbewusstsein und meinem „Bauchgefühl“ (Instinkt) vornehmen. Das Ergebnis fiel deutlich aus; meine bisherigen Kernaussagen zur Transformation der Erde erschienen mir stimmig, jedoch hatte ich offenbar etwas Wesentliches vergessen. Den Umgang mit diesem Wissen. Ich hätte mehr auf die individuelle Ebene aller, von dieser Transformation betroffenen Menschen eingehen sollen. Letztlich habe ich mich selbst in einer Position eines Außenstehenden gesehen. Das allerdings unbewusst. Hierdurch war ich quasi von der Quelle meiner Inspirationen (denen ich immer blind vertrauen konnte) abgekoppelt. Meine jüngsten Eindrücke führten zu einer Veränderung einiger meiner bisherigen Muster. Wirklich befreiende Lösungen finde ich nicht im Aussen, sondern in mir Selbst. Was in Grunde für uns alle gilt und relativ banal klingt, aber trotzdem eine besondere Herausforderung ist. Ich hatte offenbar in letzter Zeit meinen Verstand mit meinem Selbst verwechselt. Der Kern unserer gegenwärtigen Transformation ist unsere individuelle Erkenntnis der wahrhaftigen Freiheit (was auch immer sich der Verstand zum Thema Freiheit zurechtgelegt hat, den Kern der wahrhaftigen Freiheit wird er nicht erfassen können) des Selbst. Liebe Freunde, ich möchte Euch mit diesen Zeilen auf etwas Elementares hinweisen; ich möchte Euch zu einer Innenschau einladen, einer Innenschau, die nicht vom Verstand beschnitten wird. Eine solche Innenschau ermöglicht uns die Erkenntnis unserer Göttlichkeit und somit ebenso, dass es eine Generallösung im Aussen nicht geben kann (letztlich ist unser sogenanntes Aussen nur eine Illusion, die als solche erkannt werden möchte, um somit das Spiel aufzulösen). Das was wir in unserem tiefsten Inneren suchen, werden wir von uns selbst erfahren.

Hierzu meine Anmerkungen:

Freiheit finden wir im unvoreingenomme­nen Gewahrsein unseres täglichen Lebens und Handelns. Freiheit steht nicht am Ende der Evolution des Menschen, sie liegt vielmehr im ersten Schritt sei­nes Daseins. In der Beobachtung beginnt man das Fehlen der Freiheit zu entdecken. Denken entsteht aus Erfahrung und Wissen. Denken ist immer be­grenzt, aus diesem Grunde leben wir in ständigem Konflikt und Kampf. Wenn wir uns unserer eigenen gedanklichen Vorgänge bewusst werden, erkennen wir die Trennung zwischen dem Denker und dem Gedanken, dem Beobachter und dem Beobachteten, dem Erfahrenden und der Erfahrung. Wir werden entdecken, dass diese Trennung eine Illusion ist. Erst dann kommt es zu der reinen Beobachtung, die Einsicht ist, ohne einen Schatten der Vergangenheit oder der Zeit. Diese zeitlose Einsicht bewirkt eine tiefe, radikale Transformation des Geistes.

Jiddu Krishnamurti im Gespraech mit dem Physiker David Bohm

„Der Mensch hat sich zu seiner Sicherheit einen Schutz­wall aus religiösen, politischen und persönlichen Bildern errichtet. Diese manifestieren sich als Symbole, Ideen und Glaubensinhalte. Die Last dieser Bilder beherrscht das Denken, die Beziehungen und das tägliche Leben des Menschen. Sie sind die Ursachen unserer Probleme, denn sie trennen den Menschen vom Men­schen. Seine Wahrnehmung des Lebens wird von den Vorstellun­gen geformt, die sich bereits in seinem Geist festgesetzt haben. Der Inhalt seines Bewusstseins ist sein ganzes Dasein. Dieser Inhalt ist der ganzen Menschheit gemeinsam.“ (Jiddu Krishnamurti)

Das Selbst ist nicht unser Ego. Das Selbst ist das „Alles was Ist“ (und immer Sein wird). Es „befindet“ sich außerhalb von Raum und Zeit, ist quasi primär innerhalb der höheren Dimensionen beheimatet. Es kann als ein Beobachter betrachtet werden, welcher dem Ego zusieht, und sich überwiegend in die Latenz zurückgezogen hat. Zu dominierend ist/war das Ego. Dieses Selbst kann sich primär über die Gehirnebene ausdrücken, die ohne das Denken funktioniert. Bekanntlich stehen sich die beiden menschlichen Gehirnhälften scheinbar antagonistisch gegenüber. Ein Zustand, der im Begriff ist, sich aufzulösen.

„Die Wahrheit ist ein Land ohne vorgegebene Wege“

(Erich Fromm)

Nach Erich Fromm ist die Wahrheit ein Land ohne vorgegebene Wege, „keine Methode, keine Religion, kein Lehrer kann zur Wahrheit führen. Jeder ist für seinen Weg selbst verantwortlich.“ Und doch existiert für uns jederzeit die Möglichkeit, diese Wahrheit zu erkennen und zu erfahren. Sofern es sich bei dieser Wahrheit um die Befreiung von unseren Erziehungs- und  Glaubensmustern (Konditionierungen) handelt, beschreibt die „Lehre“* von Jiddu Krishnamurti, dass wir eine vollständige geistige Freiheit erst durch aufmerksame Beobachtung des eigenen Geistes erreichen. In diesem Zustand erkennen wir die wahrhaftige Natur unseres Geistes. In all seinen zahlreichen Vorträgen spricht er darüber, dass man seine Aussagen durchaus bezweifeln sollte. Denn nur das, was wir selbst erkennen, ist wirkliche Einsicht, nicht das, was wir in Büchern lesen, von Gurus hören usw. Das bezog er konsequenterweise natürlich auch auf seine eigenen Bücher und Vorträge. Er versuchte stets zu verhindern, dass aus seinen Aussagen eine neue Ideologie entsteht. Er forderte seine Leser und Zuschauer stets auf, selbst die Wahrheit unseres Lebens und des Lebens insgesamt herauszufinden. Krishnamurti hob immer wieder hervor, dass alle menschlichen Konflikte nur Auswirkungen unseres inneren Zustandes sind.

Krishnamurti stellte ohne Umwege die Kernfragen des Leidens: Weshalb sind wir nach Jahrmillionen der Evolution, in denen wir enormes Wissen und Erfahrung gesammelt haben, immer noch dieselben? Warum leiden wir immer noch, hassen einander immer noch, leben in persönlichen Illusionen? Warum sind wir stammesgebunden, setzen uns für Nationalitäten ein? Wo liegt die Ursache hierfür? Es wird immer klarer, dass nicht Umweltprobleme, Hungertod und Armut oder die allgemeine Ungerechtigkeit das eigentliche Anliegen sind, sondern die Tatsache, dass die Menschen selber mehr und mehr zum Terror dieser Welt werden. Es sind Menschen, die einander zerstören. Sie spalten sich durch zerstörerische und trennende Auffassungen in Klassen und Nationalitäten. Wir sind zu einer gegenseitigen Gefahr geworden; denn uns trennen die organisierten Religionen, die Glaubensbekenntnisse und Dogmen mit ihren Ritualen, dieser ganze Unsinn. Kriege, Kriegsvorbereitungen und Atombomben. Jeder kennt die Schrecken dieser Welt.

Auch Konrad Lorenz teilte diese Ansicht und wies in seinen letzten Lebensjahren immer wieder auf das Kernproblem der Menschheit hin. Einer der Kernursachen für unseren misslichen Zustand ist die Erziehung. Sie ist der Anfang jeder Konditionierung, eine Übertragung von Traditionen durch Gesellschaft und Familie. Faktisch ist Erziehung – die den Zustand unserer Göttlichkeit und naturgemäßen Freiheit ignoriert –  das Fundament für jedes Dogma, gleich welchem man sich später letztlich anschließt. Von den konditionierten Autoritäten übernehmen wir Denkmuster einfach nur, um in dieser Gesellschaft funktionieren zu können. Wir verhalten uns ebenso, wie die zahlreichen Generationen vor uns, die uns ihre Verhaltensweisen weitergereicht haben.

Besteht denn für uns überhaupt eine Möglichkeit, unsere Konditionierung zu durchbrechen? Ja. Davon bin ich überzeugt. Durch die Veränderung unserer Wahrnehmungsebene – indem wir mehr und mehr in der Lage sind, unsere geistigen Verstandesaktivitäten zu beobachten. Unsere bisherige bewusste Wahrnehmungsebene entsteht durch unseren konditionierten Verstand. Er ist nicht in der Lage, sich selbst zu beobachten. Ein konditionierter Geist, der festgelegt ist, Partei ergreift, einen Glauben hat, ein solcher Geist kann unmöglich darauf eingehen, entdecken und beurteilen, ob er sich selbst verändern kann. Wenn man sich an etwas hängt, wenn man auf eine spezielle Religion festgelegt ist, auf ein spezielles Denksystem, auf eine spezielle Meditationstechnik, auf eine Methode oder einen Glauben, dann führt diese Festlegung selbst zu einer Verfälschung.

Jiddu Krishnamurti sagt hierzu: „Ich weiß, das ist sehr, sehr schwer, das zu akzeptieren, weil jeder Mensch sich auf etwas festlegen möchte, er fühlt sich in dieser Bindung sicher. Man fühlt sich sicher, wenn man einen Führer hat, einen Guru, ein spezielles System, und wenn sie an jemandem hängen, an einer Person, dann können sie deutlich sehen,  wie die Korruption beginnt.“ Und weiter: „Denn im Anhaften steckt Angst, Hass und Sorgen. Das gleiche gilt, wenn man an einer Idee, einem Glauben, einem Konzept hängt, an einem speziellen Bild oder Symbol, einer Religion, dann ist Korruption unvermeidbar. Einer der Faktoren dieser Korruption ist Autorität, verstehen wir uns? Oder sitzen Sie für sich dort drüben und der Sprecher hier. Gibt es eine Verständigung zwischen uns? sehen wir zusammen den gemeinsamen Faktor? Sehen wir das beide, nicht nur intellektuell begrifflich, sondern wirklich als Tatsache? Können wir in uns selbst die Tatsache sehen? Dass solange man sich auf etwas festlegt, an etwas hängt, an einer Person, einer Auffassung, dass das zu Korruption führt?“

So widersprüchlich es auch erscheinen mag, unser Verstand ist in der Lage, uns den Weg zur naturgemäßen geistigen Freiheit zu führen. Sein Lebenselixier ist die Logik. Und mit Ihr können wir zur Tür der Freiheit gelangen (aber nur bis dorthinJ). Sofern wir beispielsweise den folgenden Gedankenschritten folgen:

Denken entsteht aus Erfahrung und Wissen. Denken ist immer be­grenzt. Aus diesem Grund leben wir in ständigem Konflikt und Kampf. Wenn wir uns unserer eigenen gedanklichen Vorgänge bewusst werden, erkennen wir die Trennung zwischen dem Denker und dem Gedanken, dem Beobachter und dem Beobachteten, dem Erfahrenden und der Erfahrung. Wir werden entdecken, dass diese Trennung eine Illusion ist. Erst dann kommt es zu der reinen Beobachtung, die Einsicht ist – ohne einen Schatten der Vergangenheit oder der Zeit. Diese zeitlose Einsicht bewirkt eine tiefe, radikale Transformation des Geistes.

Somit kann unser Verstand durchaus schlussfolgern, das außer ihm noch eine weitere Instanz existiert. Eine Instanz, die für ihn unsichtbar erschien – sich offenbar einer anderen Sprache bedient. Um diese andere Instanz geht es, unser Selbst. Indem unser Verstand sich bereiterklärt und sich – zumindest vorübergehend – in die 2. Reihe stellt, ist die Tür zur freien Einsicht offen. Die Wahrnehmungsebene unseres Selbst sind wir in unserer Göttlichkeit. Frei von künstlichen Mustern und sonstigen Ballast, nehmen wir die Welt wahr, so wie sie wahrhaftig ist.

Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass das Verhältnis von den auf unsere Sinne einwirkenden Signalen und denen, die unser Bewusstsein erreichen, etwa 40 Mrd. zu 50 Bits./Sek. ist!  Nur ein extrem kleiner Teil der uns in jeder Sekunde erreichenden Informationen, dringt in unser Bewusstsein, in unsere bewusste Wahrnehmung vor. Der Grund hierfür sind unsere Filter, die auch über unseren Verstand verwaltet werden. Diese Filter entscheiden also, welche, und wie viele Information überhaupt in unser Bewusstsein gelangt. Eben diese (Bergson Filter genannten) Filter entsprechen unseren Konditionierungen. Wie also wollen wir etwas wahrnehmen, was uns vorenthalten wird? Beispielsweise durch die Aktivierung unseres Beobachters, die Einnahme der Wahrnehmungsposition unseres Selbst. Diese Ebene, das habe ich in diesem Artikel beschrieben, wird nicht vom Verstandesdenken erreicht. Durch den Verstand  beobachten wir bestenfalls seine eigenen Dramen.

Für mich befinden wir uns inmitten eines Wandlungsprozesses, der uns genau diese Wahrnehmungsebene ermöglicht, uns in den Raum der freien Einsicht führt. Was allerdings das „Passieren der Tür“ voraussetzt. Hierzu wird es erforderlich sein, seinen persönlichen Gedankenapparat auf „leise“ zu stellen. Kein kosmisches Ereignis wird uns von dieser Wahl befreien. Die „äußeren“ Bedingungen sind uns nun zur geistigen Freiheit (Transformation) gegeben, die Entscheidung des Loslassens (des Verstandes) müssen wir jedoch selbst treffen. Indem wir dieses entschieden haben, haben wir bereits die Position unseres Selbst erreicht – Wir sind das Selbst. Das hatte unser Verstand leider nur „vergessen“….

*Krishnamurti hat aus seinen weisen Aussagen niemals eine Theorie gemacht.

Das Foto zeigt  Jiddu Krishnamurti im Gespräch mit dem Physiker David Bohm

http://www.dbohm.com/david-bohm-introduction-to-krishnamurti.html

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