Dieter Broers

Aufbruch in ein neues Zeitalter

angst-dieter-broers-deLiebe Freunde, wir alle kennen Zustände der Angst1. In Momenten der Angst verschließen wir uns vor der Quelle. Meine persönlichen Begegnungen mit naturverbundenen Menschen haben mir gezeigt, dass ihre ausgeprägten Intuitionen aus einem Zustand der Hingabe entstehen. Diese Menschen scheinen in sich zu ruhen. Offenbar resultiert ihr natürliches Selbst-Bewusstsein aus einer Art höherer Anbindung. Was ich im Laufe meiner langjährigen Beobachtung auch beobachten konnte, war ihre scheinbare Angstlosigkeit. Auf irgendeine Art scheint die Angst diese „höhere Anbindung“ und damit Eigenschaften wie Intuition und Selbst-Vertrauen zu unterbinden. Meine Beobachtungen führten mich zu der Frage nach einer Ur-Angst. Meiner festen Überzeugung nach steht die Ur-Angst in einem unmittelbaren Zusammenhang mit unseren leiblichen Tod. Somit entsteht die Urangst durch das fehlende Wissen über unseren göttlichen Wesenskern (unser Selbst) und der damit verbundenen Gewissheit nach unserer Unsterblichkeit. Seit Jahrtausenden haben uns unterschiedlichste Religionen und Philosophen mehr oder weniger ein „Leben nach dem Tod“ in Aussicht gestellt. Von einigen Naturvölkern einmal abgesehen waren diese Lehren für die meisten Menschen nur von einem theoretischen Wert. Besonders im abendländischen Kulturkreis hat die Naturwissenschaft gegenüber den Weisheiten die Hauptrolle übernommen. Hier wird für wahr gehalten, was gemessen und berechnet werden kann (nach dem Motto: Naturwissenschaft als Religion der Neuzeit). Doch stehen die Aussagen von Naturwissenschaftlern im Gegensatz zu den Weisheitslehren? Sicherlich nicht. Andererseits haben unsere Konditionierungen dazu geführt, dass ein Zitat wie:

Unsterblichkeit ist eine Option, die von Menschen überwiegend ungenutzt bleibt.“

eher als eine rein philosophische Aussage gedeutet wird. Als ich – vor etwa 25 Jahren -erstmals diesen Satz las, war ich mir sicher, daß er aus der Feder eines Philosophen stammt. Tatsächlich sind diese Worte das Resultat hochkomplexer mathematischer Berechnungen. Sie stammen von dem Physiker Burkhard Heim. Diese Aussage – vor allem durch ihre wissenschaftliche Herleitung – ist von einer revolutionären Tragweite. Sie bietet nämlich unserem dominierenden Verstandesgehirn eine Lösung an, die es mit seiner Logik vereinbaren kann.

Erst wenn sich der rein auf vergleichende Logik ausgerichtet Verstand sich zufriedengibt, wird er seine dominierende und kontrollierende Rolle aufgeben. Immer wenn sich dieser Verstand in die 2. Reihe stellt, wird er den Weg zur Quelle freimachen. Oberflächlich betrachtet wird dieser Verstand der linken Gehirnhälfte zugeordnet. Hier beherrscht die Ratio-Logik. Diese Gehirnhälfte ist also für alles zuständig, was im allgemeinen Verständnis als Denken bezeichnet wird. Sie denkt in Sprache, in Begriffen, sie denkt logisch, analytisch. Die rechte Gehirnhälfte ist zuständig für Intuition, Gefühl, Kreativität, Spontaneität und ganzheitliche Zusammenhänge. Diese Gehirnhälfte steuert also unser Begreifen der Welt nicht mit der Logik des Verstandes sondern aus unserem Empfinden der Dinge. Aus heutiger Sich führt erst die synchrone Zusammenarbeit beider Hemisphären dazu, um neue geistige Potentiale zu erschließen. Je besser die beiden Gehirnhälften zusammenarbeiten (Verstand & Gefühl) und je breiter der Balken2 zwischen rechter und linker Hemisphäre ausgebildet ist, umso flexibler, feiner und schneller kann das Gehirn arbeiten.

„Ob ich das Paradigma der Wissenschaft wechsle oder nicht, ein Stein fällt immer nach unten und Wasser wird nicht nach oben fließen. Es gibt Naturgesetze quantitativer Art, die nicht beseitigt werden können. Was aber möglich ist, wäre eine Offenheit demjenigen gegenüber, was jenseits des erfundenen Daches liegt, von dem ich vorhin sprach. Ich könnte mir vorstellen, dass man zwar vom Fundament des Bekannten ausgeht und versucht, auf indirektem Wege noch unbekannte aber uns verhältnismäßig nahe – um es bescheiden auszudrücken – nahe Bereiche dieser uns in ihrem Wesen völlig unbekannten, übergeordneten Weltganzheit zu erkennen, und so unser Bild – das nach oben ja ohnehin offen ist – zu erweitern, den Horizont zu erweitern, in der Hoffnung, dass wir zumindest so viel von der uns unbekannten übergeordneten Ganzheit erschließen können (kraft des Erkenntnisvermögens), dass wir gewisse Bereiche menschlichen Daseins damit abdecken können, um unseren Mitmenschen die Angst* zu nehmen, die Angst vor der Zeit, die Angst vor ihrer zeitlichen Begrenztheit, und dass wir ihnen vielleicht die Tränen abtrocknen können, und dass wir ihnen zeigen können, welche Maßstäbe an das menschliche Leben vom Kosmos selbst angelegt werden, damit ein unerlässlicher Gesinnungs- und Bewusstseinswandel sich vollzieht. Darin sehe ich den Sinn all dieser Arbeiten, und einen anderen Sinn kann es gar nicht haben!“

Diesem Zitat von Burkhard Heim möchte ich mich anschließen und hoffe, dass auch Ihr Euch an seiner Weisheit so seit erfreuen könnt, wie ich es seit über dreißig Jahren erleben darf.

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Me Agape,
Euer

Dieter Broers

1 Angst ist ein Grundgefühl, welches sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis darstellt. Die Angst kann als ein ungerichteter Gefühlszustand verstanden werden, der als Gestimmtheit die Welterschließung im Ganzen betrifft. Furcht ist hingegen das Gefühl einer konkret fassbaren Bedrohung. Sie bezeichnet die Reaktion des Bewusstseins auf eine gegenwärtige oder vorausgeahnte Gefahr. Im Gegensatz zur Angst ist die Furcht meist rational begründbar und wirklichkeitsgerecht. Sie wird deshalb auch als Realangst bezeichnet.

2 Zwei Hälften hat das Hirn, denn die Mantelkante, die Fissura longitudinalis, teilt das Großhirn in zwei Hemisphären. Diesen trennenden Spalt überbrückt unter anderem der Balken, das Corpus callosum, eine mächtige Struktur aus etwa 200 Millionen Fasern beim Menschen.

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heim-burkhard-dieter-broers-deLiebe Freunde,

unter den Genies der letzten hundert Jahre, deren herausragende Ideen ich besonders schätze, nehmen Burkhard Heim und Nikola Tesla einen besonderen Rang ein. Nikola Tesla werde ich in einigen Wochen einen eigenen Artikel widmen. Aus aktuellem Anlass soll es heute um Burkhard Heim gehen, denn seine Überzeugung, dass der Mensch einen unsterblichen Teil in sich trägt, wurde vor wenigen Tagen noch einmal von einem der angesehendsten Wissenschaftler Englands bestätigt.

Der Physiker Professor Sir Roger Penrose1 von der Oxford Universität ist ein berühmter Mann und Lehrer eines noch bekannteren Schülers, nämlich Stephen Hawking. Die Britische Tageszeitung ’The Sun’ hat in der letzten Woche ein Statement von Sir Roger Penrose veröffentlicht, über das sich aufmerksame Leser der quantentheoretischen Literatur nicht wundern; er bestätigt:
«Seele lebt nach Tod des Körpers weiter»

sir-roger-pensrose-dieter-broers-de

Er leitet seine wissenschaftliche Erklärung für die Existenz der Seele und Nahtoderfahrungen sowie das Leben nach dem Tod aus Erkentnisssen der Physik her. Er erklärt, dass es sich bei unserem Bewusstsein um ein Informationspaket handelt, das in einem Quant oder auf subatomischem Level gespeichert sei. Dabei ist er überzeugt, dass die Menschen Seelen haben, die nicht mit ihrem Körper sterben. Er geht davon aus, dass diese Informationen zur Seele gehören, die im Körper lebt. Nun sagt Roger Penrose, er habe Hinweise gefunden, dass diese Informationen, die in Mikrotubuli in den menschlichen Zellen gelagert sind, den Körper verlassen, wenn dieser stirbt.

Wenn ein Mensch klinisch tot sie, würde sich dieses Informationspaket vom Körper trennen und nur zurückkehren, wenn der Betreffende wiederbelebt würde. In der Zeit der Trennung vom Körper erlebe das Bewusstsein zunächst das, was als Nahtod-Erlebnis beschrieben wird. Penrose sagt weiter: „Wenn ein Patient stirbt, ist es möglich, dass diese Information ausserhalb des Körpers weiterexistiert, womöglich als Seele.“

Mit dieser Überzeugung ist Sir Roger damit nicht allein. Seine Theorie wird auch vom renommierten Max-Planck-Institut für Physik in München gestützt. Die Experten dort argumentieren, dass das physikalische Universum eine Wahrnehmung ist und dass nach dem physischen Tod ein unendliches Leben folge. Zitiert wird Hans-Peter Dürr, der vormalige Leiter des Instituts: Wir erwägen, dass das Hier-und-Jetzt, diese Welt, nur das materielle Level ist, das fassbar ist. Dahinter ist eine Realität, die viel grösser ist.“ Und weiter: „Der Körper stirbt, doch der spirituelle Quant geht weiter. So gesehen bin ich unsterblich.

Ich freue mich sehr, dass gerade jetzt dieses Thema uns durch die aktuelle Veröffentlichung der britischen ’SUN’ noch einmal mit einer so großer Eindeutigkeit ins Bewusstsein gerufen wird. Es dauert bekanntermaßen Jahrzehnte, bis sich umwälzende wissenschaftliche Erkenntnisse durchsetzen und ihre Wahrhaftigkeit allgemein akzeptiert wird. Aus niederen Beweggründen wurden ihre Entdeckungen immer wieder unterdrückt, indem sie diskreditiert oder durch Desinformation entstellt wurden.

Max Planck äußerte sich hierzu mit der Aussage: Irrlehren der Wissenschaft brauchen 50 Jahre, bis sie durch neue Erkenntnisse abgelöst werden, weil nicht nur die alten Professoren, sondern auch ihre Schüler aussterben müssen.Nach einer etwa 50jährigen Verzögerung sehe ich nun den Zeitpunkt für diese Ablösung gekommen. Aus diesem Grund möchte ich Euch mit diesen Zeilen von der elementare Bedeutungen der Verbindung von „Geist und Materie“ überzeugen, in dem Burkhard Heim das wesentliche Potential für eine bessere (natürlichere) Welt sah. Aus vielerlei Gründen haben wir vergessen, dass Energie und Geist – wie die Liebe auch – naturgemäß frei sind. Energie, Geist und Liebe sind Grundzustände des Seins.

Wir verdanken es der besonderen Leistung Burkhard Heims, der mit seinen Berechnungen über eine einheitliche Beschreibung physikalischer, biologischer und psychischer Prozesse die Lösung des Leib-Seele Problems erarbeitet hat. Burkhard Heim ist es gelungen, eine Erklärung des menschlichen Geistes aus seiner erweiterten Quantentheorie herzuleiten. Nach seinen Berechnungen ist unser Kosmos aus den geistigen Dimensionen entstanden: „Das, was wir als Materie bezeichnen, unterliegt einem Wirkprozess, der von den geistigen Dimensionen gesteuert wird. Von der Entstehung bis zur Steuerung der materiellen Welt entspringt alles den geistigen Dimensionen.“ Dieses in erster Linie philosophisch erscheinende Zitat ist das Ergebnis einer von Burkhard Heim hergeleiteten erweiterten Quantenphysik.

Englische Zeitungen sahen in ihm den „neuen Einstein“: „Steht den Deutschen ein neues Weltbild bevor?“ fragte der Stern 1957 in einem Artikel über den fast blinden und tauben sowie Handlosen Physiker Burkhard Heim. Es sieht so aus, als könnte die Frage heute mit „ja“ beantwortet werden….“

Heim vollendet Einsteins Ansätze zu einer einheitlichen Feldtheorie. Er geometrisiert nicht nur das Gravitationsfeld, sondern sämtliche physikalischen Felder. In Heims Theorie lassen sich alle Elementarteilchen als dynamische, quantisierte geometrische Strukturen angeben. Die Massen der Elementarteilchen werden sehr genau wiedergegeben, was bisher weder die String, noch die Loop-Quanten-Theorie können! Durch die Einführung einer aspektbezogenen Logik gelingt in Burkhard Heims 6. bzw. 12-dimensionalem Weltbild die einheitliche Beschreibung physikalischer, biologischer und psychischer Prozesse und somit die Lösung des Leib-Seele Problems.“

Um das Genie Burkhard Heim gebührend zu feiern, habe ich mich dazu entschlossen, zwölf Zitate von Burkhard Heim, die ich über Jahre zusammengetragen habe und die zum Teil aus den Unterlagen stammen, die er mir überlassen hat. Der Burkhard Heim Kalender 2017 zeigt uns seine wichtigsten Aussagen über unseren ewiglichen und unsterblichen Wesenskern.

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Dem Physiker Burkhard Heim ist es nach seiner etwa 50-jährigen Forschung gelungen, einige der wesentlichsten Fragen über unsere Existenz zu beantworten. Seine unschätzbar wertvollen Kernaussagen sind in diesem Kalender aufgeführt.

Zu Burkhard Heims bedeutendsten Errungenschaften zählt zudem die einheitliche Feldtheorie, in der Elektromagnetismus und Gravitation vereinigt wurden. Seine einheitliche quantengeometrische Strukturtheorie, welche die allgemeine Relativitätstheorie (ART) mit der Quantentheorie verbindet, führte zur Entwicklung der Massenformel für die Elementarteilchen, welche am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) bereits 1981 experimentell bestätigt und 2002, nach dem Tode Burkhard Heims, ein zweites Mal (mit den heute genauer bekannten Werten verschiedener Naturkonstanten und einer weiteren Auswahlregel) erfolgreich verifiziert wurde. Im gelang dies mit Hilfe der aspektbezogenen Logik, mit der sowohl quantitative als auch qualitative Aussagen formal einheitlich beschrieben werden können. Dies schließt sowohl physikalische Größen als auch qualitative Größen, wie z.B. Bewusstsein, mit ein.

Der zweite Teil dieses Artikels erscheint in wenigen Tagen.

Me Agape,
Euer

Dieter Broers

1 Sir Roger Penrose OM (* 8. August 1931 in Colchester, Essex) ist ein englischer Mathematiker und theoretischer Physiker, dessen Arbeiten auf den Gebieten der mathematischen Physik und der Kosmologie hoch geachtet sind. Er hat sich auch in zahlreichen populärwissenschaftlichen Büchern zu Themen der Philosophie geäußert.

 

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Das Universum ist nicht etwas, das „drüben“ unabhängig von uns vorhanden wäre.
Wir haben unweigerlich an allem Anteil, was vorgeht. Wir sind nicht nur Beobachter, sondern auch Mitwirkende. Auch wenn es uns seltsam anmuten mag, das Universum ist ein Universum der Mitwirkung
.“

John Archibald Wheeler

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Liebe Freunde,
unmittelbar nach Erscheinen der ersten Auflage des Buches „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ erreichten mich zu meinen inhaltlichen Themen noch einige wichtige Informationen. Ein Teil hiervon wurde ab der 2. Auflage im letzten Kapitel veröffentlicht und kostenlos als PDF Datei angeboten. Wie sich bereits wenige Wochen später herausstellte, war dieses Anschlusskapitel von weitreichender Bedeutung und ich wurde sogar eingeladen, dazu auf Ärztekongressen vorzutragen. Dennoch war ich überrascht, dass sich die Ärzte und Naturwissenschaftler besonders für dieses Thema zu interessieren schienen. Es ging bei diesem Thema um die Toxoplasmen (Toxoplasma gondii), die sogenannten „Verstandesparasiten“. Seit ich das erste Mal davon gehört hatte, dass diese ältesten Einzeller der Welt die menschliche Hirnblutschranke überwinden und bei den infizierten Menschen Wesensveränderungen auslösen können, habe ich ständig weiter recherchiert, was zu diesem Phänomen bisher untersucht wurde. Dabei wurde mir sehr bald klar, dass es sich hier um Kräfte handelt, die unsere Gedanken und Sichtweisen in einem erheblichen Maße verändern können und dass sie bereits sehr weit verbreitet sind und potentiell eine große Zahl von Menschen in ihrer Bewusstseinsentwicklung beeinflussen können. Das Buchprojekt „Das Ego im Dienste des Herzens – Ein neues Eden“ wurde angesichts dieser Entwicklung umso wichtiger, denn alles, was die jetzt so dringend notwendigen Schritte der Selbsterkenntnis verhindert und verlangsamt, sollte uns bewusst sein.

Der Wiener Kongress „Chaos & Ordnung“ im September stand unter der Überschrift: „Was bestimmt die Zukunft der Menschheit?“ Und die Antwort auf diese Frage konnte nur eine sein: WIR! Aber wie? Indem wir uns individuell und in unserer Gemeinschaft als Menschheit unserer Macht und Mächte bewusst werden und erkennen, dass unser unverstandenes und ungebändigtes Ego der größte Verhinderer auf unserem Weg zu einer glückerfüllten Welt ist.

In diesem 2. Teil der Trilogie geht es daher im Wesentlichen um zwei Dinge. Um die weiterführenden Informationen zum Thema altes und neues „Eden“, und um praktische Übungen, die uns helfen können, unseren elementaren Wesenskern zu erfassen, um daraus ein neues „Eden“ erschaffen zu können.

Liebe Freunde, die folgenden Zeilen sind eine kurze Zusammenfassung auch für diejenigen unter Euch, die das Buch „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ nicht gelesen haben. Darunter habe ich das Inhaltsverzeichnis des neuen Buches Das Ego im Dienste des Herzens – Ein neues Eden aufgeführt.

Seit sehr langer Zeit versuchen wir dem Leid zu entkommen. Wir sind bemüht und erhoffen, erleuchtet zu werden und damit vom Übel der Welt befreit zu sein. Einer der wesentlichen Hindernisse, weshalb sich dieser Herzenswunsch noch nicht erfüllt hat, ist unser Verstandesdenken1. Erst wenn unser auf Eigennutz konditionierter Verstand – und mit ihm das dominierende Ego – sich von unserem Herzen leiten lässt, werden wir den Pfad des Leidens verlassen können. In einem solchen Zustand übernimmt die „Intelligenz unseres Herzens“ die zentrale Führung. Diese Intelligenz entspringt unserem elementaren, unserem eigentlichen Wesenskern, unserem Selbst. Erst hierdurch bilden wir die Basis für den neuen, den „erwachten“ Menschen.

Von allen göttlichen Anlagen, die wir als Menschen haben, zählt das Potenzial, durch unsere geistigen Kräfte Realitäten zu erschaffen, zu den wertvollsten. Bei diesem Schöpfungsprozess wird nicht unterschieden, aus welchen Motiven wir unsere Wünsche kreieren. Ungeachtet unserer Beweggründe gilt, dass Gedanken, Bilder und Visionen die entsprechenden Realitäten erschaffen. Das in uns angelegte Schöpfungspotenzial kann erst durch eine Projektionsfläche2 genutzt werden. Auf ihr entstehen unsere inneren Bilder und Gedanken. Alles was auf dieser Projektionsfläche erscheint, greift in den Schöpfungsprozess ein und gestaltet unsere Realität.

Dieses in uns angelegte Schöpfungspotenzial wurde eine sehr lange Zeit nahezu ausschließlich von einem eigennützigen Ego genutzt. Die eigennützigen Motive unserer Egos3 aber bescherten uns letztlich Leid und ein Leben in Angst. Ihnen verdanken wir die aus den Fugen geratene Welt. Grundsätzlich gilt, dass wir nichts Neues erschaffen können, was wir uns nicht vorstellen können. Tatsächlich kann nichts Neues geschehen, wenn wir es nicht klar und konkret visualisieren. In diesem Sinne wird diese Welt erst dann Heilung erfahren können, wenn es uns gelingt, unser eigennütziges Ego in den Dienst unseres Herzens zu stellen.

Kapitel des Buches:
Das Ego im Dienste des Herzens – ein neues Eden

TEIL 1: WEM GEHÖRT DIE WELT?
Kapitel 1: Welcher Gott hat hier die Urheberrechte?
Ich schau auf die Welt
Gott und die Götter
Der Gott des Besitzdenkens
Verstandesparasiten – das Werk der Archonten?
Eine kleine Reflektion
Storyline 1: Sokrates

Kapitel 2: Das „Alte Eden“
Der „Sündenfall“ in der Bibel
Demiurg und Archont in der Gnostik
Storyline 2: Konstantin
Aus dem „Apokryphon des Johannes“
Eine erste Auswertung der Gnosis
Ein Gnostisches Weltbild unserer Zeit

Kapitel 3: Idee und Substanz
Sein und Werden, Platons Ideen
Aristoteles und die Substanz
Descartes: Vom „Ich Bin“ zur Dualität von Körper und Seele
Das Manifeste Weltbild

Kapitel 4: Das Weltbild der Naturwissenschaften
Quantenphysik
Unendlichkeit
Neuronengewitter

Kapitel 5: Ist die Welt eine Computersimulation?
Platons Höhlengleichnis
Welt am Draht
Das „Digitale Bewusstsein“
Materie ist Information
George Berkeley: Esse est percipi
Storyline 3: Die Reise des Argonauten

Kapitel 6: Was ist das Ego?
Entstehung des Egos im Kind
Repräsentiert die Schlange unser Ego?
Toxoplasma gondii reloaded
Ego als künstliche Intelligenz
Das kleine und das große Selbst
Eine psychotherapeutische Orientierung
Exkurs: Transhumanismus – wenn der Mensch Gott spielt

TEIL 2: DIE ERDE HILFT
Kapitel 7: Wie geomagnetische Felder das Bewusstsein verändern
Die Magnetfelder werden schwächer
Die Umkehrung der Pole
Magnetische Antennen im Gehirn

Kapitel 8: Die Macht der Zirbeldrüse
Magnetfeld und Epiphyse
Die Zirbeldrüse in der Forschungsgeschichte
Fluorid – Gift für unsere Zirbeldrüse

TEIL 3: DAS EGO IM DIENST DES HERZENS
Kapitel 9: Liebe zeigt sich auch in Kurven
Das Kleid der Sophia
Im Feld der Verbundenheit
Positives Denken und Anziehung
Exkurs: Intention und Gemeinsamkeit
Interview mit Lynne McTaggart

Kapitel 10: Nicht-Alltägliche Wirklichkeit
Schamanische Reise
Trancebeat und Thetawellen
LSD

Kapitel 11: Vom Ego zum Selbst
Das Integrale Bewusstsein
Der Ego-PC im Internet des Selbst
Unser Wesenskern ausserhalb der Matrix

Kapitel 12: Das Erwachen ist ein Mysterium
Nahtoderfahrung
Geschichten des Erwachens (von Buddha bis Eckhart Tolle)

Kapitel 13: Meditation und Gehirn
Tibetische Mönche im Kernspin
„Meditation für Skeptiker“
Aufbruch in ein unbekanntes Land

Kapitel 14: Was bedeutet das: Herz?
Herz-Kohärenz
Das Herzchakra
Die Weisheit Salomons
Buddhistische Herzmeditation

Kapitel 15: „Das Hohe Lied der Liebe“
Freude
Das „Hohelied der Liebe“ von Paulus
Rumi: Du und ich
Gibran: Von der Liebe

TEIL 4: INSPIRATION UND PRAXIS
Wie komme ich in die Freude?
Die Herz-Kohärenzübung
Chakras und Musik
Das Seelen-Navigationssystem
Hilfe für das verletzte Ego
König und Königin – eine Partnerschaftsübung
Seelennahrung
Metta Sutta – Liebende Güte

Liebe Freunde,
ich wünsche Euch von ganzem Herzen viel Freude und Inspiration beim Lesen und freue mich auf Euer Feedback!

Me Agape,
Dieter Broers

1 Der Verstand ist das Vermögen, Begriffe zu bilden und diese zu (Ver)Urteilen zu verbinden. Denken ist von Wahrnehmung und Intuition zu unterscheiden. Gedanken können als begrifflich aufgefasst werden, wohingegen Wahrnehmung und Intuition unbegrifflich sind.

2 Beispielsweise unser Assoziationszentrum

3 Egoismus als „Eigeninteresse“, „Eigennützigkeit“. Das Duden-Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“, „Eigenliebe“.

 

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LIVE Sendung mit Biophysiker Dieter Broers und Moderator Götz Wittneben. Dieter Broers nahm sich 2 Stunden Zeit, um live Online-Fragen des Publikums zu Themen rund um Zirbeldrüse, „Verstandesparasiten“ (Toxoplasmen), Erdmagnetfeld und vieles weitere zu beantworten.

Höhepunkt des Jahres – Kongress Chaos & Ordnung:

chaos-ordnung-kongress-dieter-broers-de

Auf der Kongress-Webseite www.chaos-ordnung.org könnt Ihr Euch bequem zum Kongress anmelden.

http://chaos-ordnung.org/

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Liebe Freunde,

vor etwa zwei Jahren erhielt ich mit der Post einen Umschlag mit einem der ersten Bücher von Jiddu Krishnamurti. Es war ein Geschenk von einer mir unbekannten Fee, die offenbar von meiner besonderen Vorliebe für diesen weisen Menschen wusste. Zu meiner großen Überraschung war in dieser gut erhaltenen Erstausgabe ein alter Zeitungsartikel aus dem Jahre 1929 eingeklebt.

Was ich hier zu lesen bekam erregte meine Aufmerksamkeit auf ganz besondere Weise. Im Wesentlichen handelt dieser Artikel von der ersten und damit auch letzten Amtshandlung als Oberhaupt des „Order of the Star in the East“, dessen Vorsitzender er war. Um die Bedeutung und Tragweite dieser außergewöhnlichen Amtshandlung zu verstehen, sollte man zunächst wissen, was diesem besonderen Ereignis vorausging.

Bereits 18 Jahre zuvor (1911) gründeten George Arundale, Dr. Annie Besant (die Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft) zusammen mit C.W. Leadbeater den Orden „Stern des Ostens“. Dieser Orden sollte dem Zwecke dienen, den damals noch jungen Jiddu Krishnamurti unter dem Namen Alcyone als den wiedergeborenen Matreya (Weltenlehrer) zu propagieren.

Hierzu musste Jiddu Krishnamurti allerdings erst das 33. Lebensjahr erreichen. So lag also Krishnamurtis einzige Amtshandlung in der Zurückweisung dieses höchst verlockenden Geschenkes. Das wirklich besondere hieran war jedoch sein außergewöhnlicher Beweggrund für seinen radikalen Beschluss. Diesen Beweggrund erklärte Jiddu Krishnamurti mit der Parabel „Der Teufel und sein Freund“. In diesem Zeitungsartikel ist zu lesen:

„Krischnamurtis Abschied“ (Offensichtlich wurde Krishnamurti hier etwas anders geschrieben)

Original Zeitungsartikel Order of the Star 1929 – Jiddu Krishnamurti

„Wie wir schon kurz berichtet haben, hat Krischnamurti den theosophischen Orden „Der Stern des Ostens“, von dem er als Prophet verehrt wird, in dem Lager von Ommen in der holländischen Provinz Overijssel aufgelöst. Interessanter als die Tatsache erscheint, so meint die „Boss. Zeitung“, die Begründung, die Krischnamurti in einer Rede in einem Zelt vor fast 3000 seiner Anhänger gab. Er begann mit der Parabel:

Der Teufel spazierte mit einem Freund. Vor ihnen ging ein Mann mit einem symphatischen Aussehen. Er suchte etwas. Immer wieder bückte er sich und steckte etwas in seine Tasche. Was tut der Mann? fragte der Freund den Teufel, Mephisto antwortete: „Er sucht die Wahrheit, und er findet viele Gründe von ihr. Er hebt sie auf und steckt sie sorgsam in seine Tasche.“

„Das sieht dann schlimm für dich aus“, sagte der Freund. Mephisto grinste und antwortete: „Absolut nicht, lieber Freund. Da drüben laufen noch mehr Wahrheitssucher. Ich habe einen guten Gedanken. Wir organisieren sie!“

„Glaubt mir,“ fuhr Krischnamurti fort, „die Wahrheit ist nicht zu organisieren. Jede Organisation ist ein beklemmendes Band. Sie unterdrückt die Wahrheit, sie zerreißt sie. Nur die materiellen Dinge, wie die Post, den Verkehr und dergleichen darf man organisieren. Wer die Wahrheit sucht, muss frei sein. Organisation vernichtet die Wahrheit und bringt einen Ersatz. Jeder Mensch muss selbst die Wahrheit suchen. Man kann den Gipfel eines Berges nicht heruntertragen, sondern man muss selbst emporsteigen wenn man den Ausblick des Gipfels genießen will. Auch die beste Organisation würde den Gipfel nicht herunterbringen können, aber der menschliche Geist ist faul, er will den Gipfel zu sich gebracht haben. Organisation macht aus den Individuen eine Herde, die einen Führer braucht. Jedes Individuum soll sich jedoch selbst führen. Organisierte Wahrheit ist ein Spielzeug für die Schwachen. Ich will keine Organisation. Ich will Freiheit für mich, ich will Freiheit für jeden. Ich will keine neue Sekte, ich bringe keine neue Religion, keinen neuen Glauben, keine Anhänger. Achtzehn Jahre habt ihr euch auf die Ankunft des Weltlehrers vorbereitet; jetzt bin ich da, und ich sage: nur wenige haben mich verstanden. Diese Wenigen brauchen keine Organisation.“

Ende des Zitates.

Wer war dieser außergewöhnliche Mensch? Jiddu Krishnamurti wurde am 11. Mai 1895 in Madanapalle, einer kleinen Stadt in Südindien geboren. Er und sein Bruder wurden in jungen Jahren von Dr. Annie Besant adoptiert, damals Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft. Dr. Besant und andere verkündeten, dass Krishnamurti der Weltlehrer sein würde, dessen Erscheinen die Theosophen prophezeit hatten. Um die Öffentlichkeit für sein Erscheinen vorzubereiten, wurde eine weltweite Organisation mit dem Namen „Stern des Ostens“ gegründet, und der noch junge Krishnamurti wurde ihr Oberhaupt.

Die Theosophin Annie Besant im hellen Mantel, rechts neben ihr Krishnamurti, links neben ihr Krishnamurtis jüngerer Bruder Nitya und hinter diesem George Arundale im Jahr 1911 in England.

Im Jahr 1929 aber legte Krishnamurti diese Rolle, die ihm auferlegt worden war, nieder, löste den Stern des Ostens mit seiner riesigen Anhängerschaft auf und gab alle Spenden in Form von Geldern und Besitztümern zurück. Krishnamurti gehörte keiner religiösen Organisation an und keiner Sekte, noch hat er sich jemals einer politischen Richtung oder Ideologie verschrieben. Vielmehr behauptete er, dass jene Dinge die Faktoren sind, die Menschen untereinander spalten und Konflikt und Krieg verursachen. Er erinnerte seine Zuhörer immer wieder daran, dass wir alle zuerst Menschen sind und nicht Hindus, Muslims oder Christen, dass wir wie die übrige Menschheit sind und nicht von einander getrennt.

Ein zentraler Punkt in der Lehre Krishnamurtis ist die Frage nach dem Ich. Während die Aufgabe der Psychologie bei Sigmund Freud darin liegt, unbewusste Ich-Anteile in das Ich zu integrieren, um auf diese Weise (bereits aufgetretene) Konflikte aufzulösen, erkennt Krishnamurti bereits in der Annahme der Existenz eines Ichs das eigentliche Problem: Nicht eine Ich-Stabilisierung wird bei Krishnamurti angestrebt, sondern dessen Auflösung. Das Ich, oder auch Ego ist für Krishnamurti hingegen die Ursache aller Konflikte. Die Wurzeln der Probleme (Jiddu Krishnamurti nennt sie Konflikte) liegen in der fehlenden Selbsterkenntnis!

Ich möchte Euch hierzu an eine Passage aus meinem Buch „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ erinnern. Im Kapitel „Vom Der-verratene-Himmel-Dieter-BroersWerden zum Sein – vom Sein zum Werden“ ist zu lesen:

„Im ersten Kapitel des Buches ›Vom Werden zum Sein gingen Jiddu Krishnamurti und ›einer der führenden Physiker des Westens‹, David Bohm, den Ursachen unseres geistigen Konfliktes nach. Als Erstes stellte Krishnamurti die Frage, »ob die Menschheit in die Irre gegangen ist?« Beide kamen zur Ansicht, dass der Anfang dieses Irrweges ›vor langer Zeit‹ begann. David Bohm fügte hinzu »…, dass der Mensch vor ungefähr fünf- oder sechstausend Jahren in die Irre ging, als er zu plündern und Sklaven zu nehmen begann. Danach besteht der Hauptzweck seines Daseins darin, Beute zu machen und zu plündern.«

In ihrer Erforschung für die Ursachen des irrigen Verhaltens der Menschen ermittelten David Bohm und Jiddu Krishnamurti eine ganz besondere Eigenart, nämlich ›innerlich etwas werden zu wollen‹. Sie kamen darin überein, dass dieses Werden-Wollen die Wurzel des Konfliktes sei.“

Liebe Freunde,

wenn Jiddu Kristhnamurti dem „Werden wollen“ als die „Wurzel des Konfliktes“ zuspricht, bezieht er sich auf das künstliche Selbst, also unser Ego. Sehr oberflächlich könnte man sagen, dass das „Werden wollen“ eine Motivation eines Egos ist. Das „Werden wollen“ ist vom „Ich will (haben, sein usw.)“ zu unterscheiden. Das „Werden wollen“ Krishnamurtis scheint sich auf die Motivation zu beziehen, etwas anderes zu sein oder werden zu wollen. Mit diesem Willen (wollen) versucht das Ego den „Gipfel des Berges“ herunterzutragen. Ohne jedoch zu wissen, was ihn auf diesem Gipfel erwartet. Ich meine jedoch, dass dieses „Werden wollen“ nicht die „Wurzel des Konfliktes“ ist. Eine solche „Wurzel“ (Ursache) sehe ich eher in seiner übersteigerten Version, dem sogenannten Egoismus. Ein übersteigertes Ego (griechisch ego „ich“) sieht sich getrennt vom „wir“, getrennt vom Ganzen, getrennt von der Quelle.

Und nun zur Parabel „Der Teufel und sein Freund“ und seinem Sinngehalt über die Wahrheit.

Im Johannes-Evangelium (Joh 18,38) stellte Pontius Pilatus Jesu die Frage: „Was ist die Wahrheit?“ Jesus antwortete, dass er in die Welt gekommen sei, um „Zeugnis für die Wahrheit“ abzulegen. Pilatus, der diese Frage stellte ging fort, ohne die Antwort abzuwarten. Er war sicher: Es gibt keine wahre und richtige Antwort! Heute ließe sich sagen, dass Wahrheitsfindung ein Prozess ist, bei dem die Menschen der Wirklichkeit immer näher kommen, jedoch ohne sie ganz erreichen und begreifen zu können.

Der Brockhaus definiert Wahrheit wie folgt:

„Wahrheit ist die Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem Gegenstand. Da dieser stets ein bestimmter ist, kann die Übereinstimmung nur durch Vergleichung mit ihm, nicht aber nach allgemeinen Regeln erkannt werden. Daraus folgt, dass es kein allgemeines Kriterium der Wahrheit geben kann, das für alle Erkenntnisse ohne Unterschied ihrer Gegenstände gültig wäre. – Von der inhaltlichen Wahrheit (materiale Wahrheit) zu unterscheiden ist die logische Wahrheit (formale Wahrheit), die in der Übereinstimmung der Erkenntnis mit den allgemeinen Regeln des Denkens besteht und mithin die logische Richtigkeit der Aussage betrifft; für sie ist mit den Gesetzen der formalen Logik ein allgemeines Kriterium gegeben, das aber nur die Form, nicht jedoch den Inhalt der Erkenntnis umfasst. So kann z. B. ein Schlusssatz (Conclusio) logisch falsch, inhaltlich aber wahr sein und umgekehrt.“

Gibt es denn überhaupt eine Wahrheit? Wahrheit basiert auf unserer persönlichen Wahrnehmungen und auf unseren Auffassungen. Wie lässt sich das Wahre als das benennen was es ist? Einer zutreffende Wahrnehmung ist nur im unmittelbaren Gewahrsein möglich. Also eine Wahrnehmung, die nicht von den Vorurteilen und Erwartungen des Egos geprägt ist, also außerhalb des Verstandes erfolgt. Das Verstandes-Ego sieht die Dinge (Ereignisse usw.) gerne so, wie sie in seiner Vorstellung sein sollten. Es vergleicht und bewertet. Ein Resümee Krishnamurtis Parabel wäre: „Wer die Wahrheit sucht, muss frei sein“, frei von der vergleichenden Logik des Verstandes.

Doch ist dieses „frei sein“ überhaupt möglich? Eine solche Freiheit würde einer ganzheitlichen Wahrnehmung von ›Allem, was Ist‹ entsprechen. Diesen Zustande erreichen wir im Gewahrsein, also wenn sich der Verstand in die ›2. Reihe‹ zurückgezogen hat. Diese Wahrnehmung erfolgt aus dem Selbst. Ich bemühe mich immer meinen Verstand nur als freundschaftlichen Berater zu sehen und meiner stets nach zutreffender Wahrheit strebenden Intuition den Vortritt zu lassen; das Gefühl ist der Wahrheit oft näher als der Verstand.

Me Agape

Euer Dieter Broers

1„Königreich Glück“, J.Krishnamurti, Eugen Diedrichs Verlag in Jena 1928

2 Bild des Zeitungsartikels

3https://de.wikipedia.org/wiki/Order_of_the_Star_in_the_East

4Der Order of the Star in the East war eine theosophische Organisation zur Bekanntmachung und Unterstützung von Jiddu Krishnamurti als kommendem Weltlehrer oder Maitreya. Er bestand von 1911 bis 1927. Sein Vorgänger war von 1910 bis 1911 der Order of the Rising Sun, sein Nachfolger von 1927 bis 1929 der Order of the Star. Der Orden war Anstoß, aber nicht Ursache für die Trennung Rudolf Steiners von der Theosophischen Gesellschaft Adyar (Adyar-TG) und Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft und führte nach seiner Auflösung zu einer schweren Krise für die Adyar-TG.“

5Dialog zwischen Dem Teufel und seinem Freund – wie oben in der Parabel beschrieben.

6https://de.wikipedia.org/wiki/Jiddu_Krishnamurti#/media/File:Annie-Besant-J-Krishnamurti-Ernest-Wood.jpg

7http://www.amazon.de/dp/3950381406/

8Vom Werden zum Sein, Jiddu Krishnamurti, David Bohm, O.W.Barth Verlag, 1987. Originaltitel der englischen Ausgabe ›The Ending of Time‹, 1985.

http://www.amazon.de/Vom-Werden-Sein-Jiddu-Krishnamurti/dp/3442118514.

9Egoismus (griechisch/lateinisch ego ‚ich‘) bedeutet „Eigeninteresse“[, „Eigennützigkeit“. Das Duden-Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“, „Eigenliebe“.

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Uebung_Selbst_und_Vertrauen-dieter-broers-deLiebe Freunde,

wusstet Ihr, dass eine echte Theaterkunst darauf beruht, dem Selbst die Möglichkeit freier Entfaltung zu geben? Gibt das Ich das Selbst nicht frei, entsteht nämlich eine Aufführung, die von Vetos1 geprägt ist. Das Bewusstsein will ständig die Kontrolle wahren und das Geschehen überwachen, und die Aufführung wird ungleichmäßig und unglaubwürdig; denn ein Gefühl kann nicht glaubwürdig wirken, wenn es vom Bewusstsein kontrolliert und gehemmt wird. Dem Selbst die Freiheit zu geben ist die größte Hürde. Es erfordert Vertrauen von seitens des Ich, und dieses Vertrauen entsteht durch Übung. Beim einüben der Proben geht es im Wesentlichen darum, dass das Ich Vertrauen in das selbst entwickelt. Das Ich lernt zu vertrauen, dass das Selbst das Gefühl empfinden und Bewegungen ausführen kann.

Die Funktion des Ich beim Lernen besteht darin, dass es das Nichtbewusste, das Selbst, dazu bringt, zu trainieren, sich zu üben oder überhaupt aufmerksam zu sein. Das Ich ist eine Art Auftraggeber, der dem Selbst sagt, was es zu üben hat. Er ist der Sekretär und der Berater des Selbst.

Die wirkliche Stärke des Ich macht sich aber erst geltend, wenn es sich demütig zeigt gegenüber dem Selbst, dass so viel mehr kann, weil seine Bandbreite um ein Vielfaches grösser ist. Im Grunde ist das Ich ist durch seine Programme begrenzt, wohingegen das Selbst in Einheit mit Allem ist.

Der Mathematiker Kurt Gödel2 sagte, dass ein begrenztes formales System nicht zugleich vollständig und widerspruchsfrei sein kann. Das eine endliche Beschreibung eine unendliche Welt nicht widerzugeben vermag.

Das Bewusstsein wird die Welt nie beschreiben können, weder innerhalb noch außerhalb seiner selbst. Sowohl die Person, die innen ist, als auch die Welt, die außen ist, sind reicher, als das Bewusstsein erfassen kann. Beide bilden für sich eine Tiefe, die sich kartieren und beschreiben, aber nicht vollständig erkennen lässt. Sie stehen miteinander im Zusammenhängen, von denen das Bewusstsein nichts wissen kann. Wir könnten diese Tiefen, die innere und äußere, zusammen als Gödelsche Tiefe bezeichnen und sagen, das Bewusstsein schwebe sozusagen in Gödelsche Tiefe, bzw. das Ich schwebt in Gödelsche Tiefe.

Ich möchte darauf hinweisen, dass der Gödelsche Satz auf einer modernen Version des berühmten Lügner Paradoxons, das bekanntlich im alten Griechenland entdeckt wurde, als das Bewusstsein sich durchzusetzen begann. „Ich lüge“ ist die einfachste, „Alle Kreter lügen“ lautet die bekannteste Version des berühmten Lügner Paradoxon. Das Bewusstsein hat den Menschen die Möglichkeit gegeben, zu lügen, Behauptungen aufzustellen, die nicht stimmen, einen Abstand zu schaffen zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was wirklich gemeint ist.

Eine modernere Version, vom Gödelschen Satz, hat der Philosoph Alfred Tarski als die Erkenntnis gedeutet, einer Aussage sei es prinzipiell unmöglich, von sich selbst zu beweisen, dass sie wahr oder falsch ist. Das Besondere an dem Satz „Ich lüge“ ist deshalb in Wahrheit nicht das Wort „lüge“, das dem Paradox den Namen gegeben hat. Es ist das Wort „ich“ – ein Redner, der von seiner eigenen Rede spricht.

Im Verweis auf sich selbst, in der Selbstreferenz liegt also das eigentliche Problem. Der Körper kann nicht lügen, seine Bandbreite ist dafür zu groß. Das Ich aber kann es. Es verweist auf sich, als sei es das Selbst, doch genau das ist es nicht! Das Ich gibt vor, das Selbst zu sein, die absolute Kontrolle über das Selbst zu haben, doch ist das Ich nur eine Karte vom Selbst. Eine Karte kann lügen, das Gelände jedoch nicht. „Ich lüge“ ist kein Lügner Paradox, es ist die Wahrheit über Bewusstsein. Sören Kierkegaard3 schrieb: „Sokrates Ziel war es nicht, das Abstrakte konkret zu machen, sondern durch das unmittelbar Konkrete das Abstrakte zum Vorschein kommen zu lassen.“4 Wir können die Erkenntnis aus der Welt ableiten, jedoch nicht die Welt aus der Erkenntnis. Kultur und Zivilisation mögen große Erfolge gefeiert haben, aber auch große Probleme geschaffen. Je mehr Macht das Bewusstsein über Dasein erhalten hat, desto problematischer wird es. Die Zivilisation lässt die Menschen an einem Mangel an Andersartigkeit und Widersprüchlichkeit leiden, der jene Form von Wahnsinn bewirkt, dem Diktatoren verfallen, denen nie widersprochen wird.

Es scheint wichtig, dass wir uns darüber zu freuen wagen, eben nicht alles unter Kontrolle zu haben und uns nicht immer bewusst zu sein. Es ist wichtig, die Lebendigkeit des Nichtbewussten zu genießen und sie mit der Disziplin und Verlässlichkeit des Bewusstseins zu vermischen. Das Leben bereitet nun einmal am meisten Freude, wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Das Bewusstsein enthält letztlich nicht viele Informationen, denn Information ist Andersartigkeit und Unvorhersagbarkeit. Die Besinnung des Bewusstseins besteht darin anzuerkennen, dass Menschen mehr Informationen benötigen, als das Bewusstsein geben kann. Natürlich braucht der Mensch auch die Information, die im Bewusstsein enthalten ist, ebenso wie wir eine Karte benötigen, um uns im Gelände zurechtzufinden. Das Wesentliche jedoch ist, nicht die Karte, sondern das Gelände zu kennen.

Die Welt ist sehr viel reicher als wir glauben, wenn wir die Karte von der Welt anschauen. Freude bzw. Liebe ist nicht soweit entfernt, wie das Bewusstsein glaubt. Um das menschliche Bewusstsein, das frei in Gödlescher Tiefe schwebt, ist es gar nicht so schlecht bestellt, wie es selbst in seiner Angst vor Andersartigkeit glaubt. „Was von dem sogenannten Ich vollbracht wird, vollbringt, das spüre ich, in Wirklichkeit etwas wesentlich größeres als das Ich in mir selbst“ sagte einst James Clerk Maxwell. Die Besinnung des Bewusstseins ist die Einsicht: Ich ist nicht das Zentrum in mir selbst. Das Zentrum der Welt ist das Selbst. Die Welt spürt mein Selbst – und mein Selbst spürt sie.

Liebe Freunde,

ich erkenne vor allem einen inneren Zusammenhang zwischen den beiden Kernsätzen am Anfang dieses Beitrages („Die wirkliche Stärke des Ich macht sich aber erst geltend, wenn es sich demütig zeigt gegenüber dem Selbst, dass so viel mehr kann, weil seine Bandbreite um ein Vielfaches grösser ist. Im Grunde ist das Ich ist durch seine Programme begrenzt, wohingegen das Selbst in Einheit mit Allem ist.“) und Sören Kierkegaard’s Ausspruch „Die Zivilisation lässt die Menschen an einem Mangel an Andersartigkeit und Widersprüchlichkeit leiden, der jene Form von Wahnsinn bewirkt, dem Diktatoren verfallen, denen nie widersprochen wird.“ Dieses Statement klingt zunächst paradox, aber wir lernen ja alle im Moment die Schattenseiten des Konstruktes kennen, das man allgemein „Zivilisation“ nennt, obwohl viele Aspekte, die mit ihr einhergehen, dieses Prädikat nicht verdienen. Ich appelliere an die Menschheit, die Seiten der „Zivilisation“, die ihr nicht dienlich sind, zu überwinden. In diesem Sinne…

Me Agape,

Dieter Broers

 

1 Ein Veto ist das Einlegen eines Einspruches, das innerhalb eines formell definierten Rahmens geschieht und damit Entscheidungen aufschieben oder ganz blockieren kann.

4 Kierkegaard 1950-74, 31, Abt., S. 112.

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existiert_eine_objketive_realitaet-dieter-broers-de„Was ist die Wirklichkeit? Wie definiert man das, Realität? Wenn Du darunter verstehst was Du fühlst, was Du riechen, schmecken oder sehen kannst, ist die Wirklichkeit nichts weiter als elektrische Signale interpretiert von Deinem Verstand.“

Morpheus

Liebe Freunde,

habt Ihr Euch schon einmal die Frage gestellt, was der Unterschied zwischen „real“ und „irreal“ sein könnte? Für wie real haltet Ihr diesen jetzigen Moment? Natürlich könnte man argumentieren, dass wir uns gegenwärtig im Zustand des Tagesbewusstseins befinden und nicht in einer Traumphase. Aber reicht diese Argumentation aus, um uns einen Aufschluss über den Bestand einer „echten („realen“) Realität“ zu geben? Sind unsere nächtlichen Träume nicht möglicherweise auch irgendwie real oder sind nur unsere Wahrnehmungen im Tages- bzw. Wachbewusstsein der tatsächlichen Realität zuzuordnen?

Der griechische Philosoph Heraklit erklärt, die Menschen befänden sich in einem Zustand traumähnlicher Unbewusstheit. Nach seinem Schüler Sokrates sind wir nicht vollständig verantwortlich für die Handlungen, die zum Leid führen. Seine Lehre besagt im Grundsatz: Niemand fügt sich oder anderen, bewusst etwas Böses zu. Alles, was der Mensch in seinem halbschlafähnlichen Zustand anstellt, tut er aus dem Maß seiner Unbewusstheit heraus. In einem erwachten Zustand – in dem er voll bewusst wäre –, würde er zu keiner bösen Handlung fähig sein.

Nach Heraklit, Sokrates und Platon et. al. entspricht unser normales Tagesbewusstsein einem halbschlafähnlichen Zustand. Gegenüber unseren – meistens – nächtlichen Schlafträumen wäre unser Tagesbewusstsein lediglich ein erweiterter realerer Traum. Offenbar existiert aber noch ein anderer erweiterte Zustand zu unserem normalen Tagesbewusstsein.

Heraklit wusste von der Bedeutung unserer vollen Bewusstheit, die er Wachheit nannte. Im Heraklit-Fragment 89 heißt es: »Die Wachenden haben eine einzige und gemeinsame Welt, jeder Schlafende aber wendet sich ab in seine eigene.«

Heraklit ging es darum, die Menschen darauf hinzuweisen, noch wacher zu werden, als wir es im normalen Tagesbewusstsein sind. So wie der „Tagträumer“, der nicht ganz wach durchs Leben geht, in den nächsten Bach fäll, oder von einem Auto überfahren wird, so geht es all den halbwachen Menschen, die es bei dem gewöhnlichen Grad an „Wachsein“ belassen wollen. Sie überlassen ihre Zukunft veralteten Programmen und Manipulatoren! Noch sind wir alle mehr oder weniger Wachschläfer, eingebunden in unsere persönlichen alltäglichen Lebensabläufe, über die wir vergessen, über die genaueren Wirkungsmechanismen und Wechselwirkungen nachzudenken, denen die Funktionen unseres schöpferischen Organs Gehirn unterliegen und mit denen unsere Realität kreiert wird.

Unsere bewusste Wahrnehmung ist nur auf diejenigen Ereignisse ausgerichtet, die unseren persönlichen Erfahrungen entsprechen. Ein ganz erheblicher Teil der auf uns einwirkenden Sinnesreize wird ausgeblendet. Nur etwa ein Millionstel der Gesamtinformation tritt in unsere bewusste Wahrnehmung. Wenn unser Fokus aber nur auf das gerichtet ist, was unseren persönlichen Erfahrungen entspricht, verhindert dies eine Weiterentwicklung unserer kosmischen Evolution. Ein auf seine bisherigen Erfahrungen ausgerichtetes Wahrnehmen erinnert mich an eine Einbahnstraße oder Sackgasse. Wir nehmen nur WAHR, was bestätigt, was wir bereits wissen dabei entwickelt sich aber nichts Neues, es geht nicht WEITER. So können wir nicht über den Tellerrand hinausdenken. Das, was wir wahrnehmen, modifizieren wir, passen es in unsere Denkschubladen und Verstandes-Schemata ein und erfahren die Wirklichkeit auf diese Weise. Dabei spielen wir lediglich vorgegebene Möglichkeiten durch, die die Strukturen unseres Egos und seinem Schablonendenken zulassen. So verhindern wir einen nächsten Evolutionsschritt, die „Rückkehr nach Eden“.

Während unseres Lebens werden wir uns schrittweise mehr und mehr über Dinge bewusst, die wir zuvor nicht wahrgenommen haben. Der große Psychoanalytiker C.G. Jung war davon überzeugt, dass wir mit einem uns (bis dahin) unbewussten Thema in dem Moment konfrontiert werden, in dem wir bereit sind, es in unser Bewusstsein zu integrieren. Nach C.G. Jung muss hierzu die Person das entsprechende Thema zunächst nach außen projizieren, damit es sich in der Realität manifestieren und somit wahrgenommen werden kann. Das zu integrierende Thema kann dabei sowohl in Form einer einzelnen Person als auch eines Kollektivs in unser Leben treten. Wenn uns unser Unterbewusstsein auf diesem Wege auf etwas hinweist und wir die Botschaft ignorieren, kehrt das Thema in der Regel auf deutlichere Weise wiederholt in unser Leben zurück, damit wir es beim nächsten Mal nicht mehr so leicht ignorieren können. In diesem Prozess wird das zu integrierende Thema praktisch immer als negativ erlebt, da es ungewollt in unser Leben eindringt. Aber etwas Böses kann auch als Katalysator wirken, der bei uns eine Bewusstseinserweiterung auslöst. Der Schlüssel zu einer positiven Lernerfahrung liegt nicht unbedingt darin, „das Böse“ erfolgreich zu besiegen, sondern eher darin, den Sinn zu erkennen, der aus dieser Erfahrung gewonnen werden kann.

Liebe Freunde,

ich halte es für außerordentlich wichtig, sich immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, wen wir ansprechen, wenn wir Selbstgespräche führen. Mit wem oder was treten wir dabei in Dialog? Erinnern wir uns immer wieder an unseren elementaren Wesenskern? An das, was bzw. wer wir wirklich sind – außerhalb der Scheinwelt, außerhalb der Matrix?

Der-verratene-Himmel-Dieter-BroersGeist ist der elementarste Bereich des Seins, ein unveränderlicher Zustand der Ewigkeit. Indem der Geist eine Vorstellung bekommt, beginnt damit sofort seine Transformation, nämlich die Verwandlung der Vorstellung in die entsprechende Realität. So entstehen Welten um Welten, sämtlich als Vorstellungen des unpersönlichen Geistes. Das elementarste Naturgesetz des Kosmos lautet: Geist erschafft Realitäten. Und so beginnt auch unsere Inkarnationsreise. Noch im Leib der Mutter erfährt das unpersönliche Selbst immer weitere Erfahrungen, die durch die Verschaltung der Neuronen als Hardware ihre dazugehörigen Prägungsmuster in der Materie bewirken. Diese Prägungen bilden unsere Verhaltensmuster, aus ihrer Ansammlung und Vernetzung bilden sich Substrukturen usw. Wenn sich nun eine bestimmte Anzahl derartiger Erfahrungs-Muster zur Hardware verfestigt hat, passiert etwas ganz Einzigartiges. Das Es verwandelt sich in das Ich, der ›Schleier des Vergessens‹ senkt sich herab: Die Erinnerungen an unsere göttliche Zugehörigkeit schwinden zunehmend, und die Summe der Erfahrungsmuster formiert sich zu einer neu angenommenen Individualität. Dies ist die Geburt des Egos.Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“

So möchte ich diesen Artikel mit einem Zitat aus dem Film Matrix beenden:

Willkommen“, sagt Morpheus zu Neo, nachdem er sein Hirn von der Matrix befreit hat, „willkommen in der wirklichen Welt“.

Me Agape
Euer
Dieter Broers

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kurt-goedel-dieter-broers-de„Gottesbeweis: Gott existiert“

(Überschrift eines Artikels der „Berliner Zeitung“)

Liebe Freunde,

was auch immer wir über Gott zu wissen glauben wird sicherlich nicht alles sein. Allein schon deswegen, weil Wissen allein nicht das gesamte Spektrum des Seins und des Nicht-Seins umfassen kann. Was jedoch würde es uns nutzen, wenn Mathematiker uns einen Beweis für die Existenz Gottes liefern könnten? Und vor allem, wäre das überhaupt möglich? Bevor wir uns mit den Antworten auf diese Fragen befassen, sollten geklärt werden, um welchen „Gott“ es sich denn überhaupt handelt. Um aus dem Wirrwarr der vielen Götter den einen Gott herauszufinden, der quasi der Schöpfer aller Dinge ist, nenne ich den Gott der Götter einfach Allschöpfer. In kindlicher Naivität ausgedrückt: diejenige Macht, die neben allem was ist, eben auch die Götter geschaffen hat. Damit meine ich eben nicht den Gott des Alten Testaments, der den Menschen befahl „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ (2 Mose 20). Wie Ihr wisst, bin ich in meinem Buch „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ recht ausführlich auf dieses Thema eingegangen. Was sollen wir davon halten, wenn ein – zugegeben – gottbegnadeter Mathematiker und gläubiger Christ uns (seinen) Gottesbeweis vorrechnet?

„Gottesbeweis: Gott existiert“

Mit dieser Überschrift veröffentlichte die „Berliner Zeitung“ im Dezember 2013 einen Artikel über einen angeblichen Beweis über die Existenz Gottes. Diesen „Gottesbeweis“ erbrachte das Mathematikgenie Kurt Gödel. Herr „Gödel hat vor Jahrzehnten den Beweis erbracht, dass es ein höchstes Wesen gibt. Berliner und Wiener Forscher bestätigen nun seine Logik.“ Ohne Zweifel, Kurt Gödel war einer der herausragenden Logiker. Zusammen mit Albert Einstein lehrte er an der Princeton Universität (Einstein sagte einmal, dass er manchmal nur deshalb ins Institut gegangen sei, um später mit Gödel auf dessen Heimweg sprechen zu können.). Seinen Gottesbeweis hatte Kurt Gödel zunächst für sich behalten. Erst 1970 erlaubte er seinem Kollegen Dana Scott, das Formelwerk abzuschreiben. Sein Freund Oskar Morgenstern – ein deutscher Ökonom, der ebenfalls in die USA emigriert war – bekam ebenfalls eine Kopie. Diese Kopie wurde mit der von Scott im Jahr 1978 veröffentlicht.
Gödels Formelwerk gehört in die Kategorie der ontologischen Gottesbeweise. Damit stellt er sich in die Tradition großer Gelehrter wie Thomas von Aquin und Immanuel Kant, die entweder selbst Gottesbeweise vorlegten oder sich mit solchen auseinandersetzten.

Doch als was kann man sich Gott überhaupt vorstellen?

Gödels Beweis ist ein äußerst unzugängliches Formelgebilde. Er formulierte ihn in der sogenannten Modallogik zweiter Stufe – einer Sprache, die auch den meisten Mathematikern fremd ist. In dieser exotischen Formelsprache suchte Gödel, hinreichende Bedingungen für die Existenz Gottes zu finden. Aber was ist Gott überhaupt für ein Ding, rein logisch gesehen? Gödel definierte Gott als ein Wesen, das alle positiven Eigenschaften auf sich vereint. Und was ist eine positive Eigenschaft? Bedauerlicherweise sagte Gödel hierzu nicht viel. Letztlich gab nur zwei Beispiele für diese positiven Eigenschaften: Gott zu sein, und notwendigerweise zu existieren. Zudem ging er davon aus er, dass jede Eigenschaft entweder positiv ist, oder ihr Gegenteil. Mit dieser Logik bewies er, dass Gott möglicherweise existiert – und schließlich, dass Gott notwendigerweise existiert.

Gödel nutzte bei seiner Herleitung den von Gottfried Wilhelm Leibniz eingeführten Begriff positiver und negativer Eigenschaften. Diese erkennt er dem von ihm postulierten höchsten Wesen zu: Es vereint alle positiven Eigenschaften. Als Zwischenschritt der Argumentationskette ergibt sich, dass Gott möglicherweise existiert. Am Ende aber schließt Gödel, die Existenz Gottes sei notwendig. Man könne ein exaktes Postulatensystem aufstellen mit solchen Begriffen, die gewöhnlich für metaphysisch gehalten werden: Gott, Seele, Ideen. Dieser Logik mit dem Alltagsverstand zu folgen, ist schwierig. Doch auch Mathematiker tun sich schwer damit, denn Kurt Gödel formulierte seine Beweisführung, wie schon gesagt, in der Modallogik zweiter Stufe, die den meisten Fachkollegen fremd ist.

Jetzt aber überprüften zwei Wissenschaftler aus Berlin und Wien den Beweis – und befanden ihn als korrekt. Christoph Benzmüller von der Freien Universität (FU) Berlin und Bruno Woltzenlogel Paleo von der TU Wien forschen über Künstliche Intelligenz. Beide nutzten ein Computerprogramm, das einen maschinengestützten Theorembeweis ermöglicht. Mit dieser Technik wurden bislang vor allem mathematische Fragestellungen behandelt. „Dieser neue Ansatz eröffnet die Möglichkeit, die Stichhaltigkeit weiterer Gottesbeweise zu untersuchen und diese zu variieren, um möglicherweise neue Einsichten zu gewinnen. „Wir zeigen neue Perspektiven für eine Computer-assistierte theoretische Philosophie beziehungsweise Metaphysik auf“, sagt Benzmüller. Vereinfachend könne man sagen, dass sich die Existenz Gottes aus der abstrakten Definition des Gottesbegriffes ergibt. Nach Gödels Axiomen und Grundannahmen sei die Existenz Gottes bewiesen.“

Das wohl stärkste Argument gegen seinen Beweis lieferte Gödel selbst – in Form seines berühmten Unvollständigkeitssatzes, den er 1931 niederschrieb. Dieser besagt, dass sich in mathematischen Systemen nicht alle Aussagen formal beweisen oder widerlegen lassen. Denn jedes hinreichend mächtige formale System sei entweder widersprüchlich oder unvollständig. Dies schließt ein, dass sich nicht beweisen lässt, dass Aussagen innerhalb eines solchen Systems frei von Widersprüchen sind. Wie es aussieht, bestätigt ausgerechnet Kurt Gödels Gottesbeweis seinen Unvollständigkeitssatz nachdrücklich. Trotz der Arbeit von Benzmüller und Woltzenlogel Paleo gilt also weiterhin: Die Existenz eines Schöpfers ist reine Glaubenssache.

Zu Lebzeiten wurde Gödel gerade wegen seines Unvollständigkeitssatzes berühmt. Er stieß darauf, als er sich mit Aussagen vom Typ “Ich bin nicht beweisbar!“ befasste und die Frage nach ihrem Wahrheitsgehalt stellte. Ist diese Aussage wahr, dann kann man sie – wie sie ja selbst verkündet – nicht beweisen. Ist diese Aussage falsch, schon. Doch tut man dies, so hat man etwas bewiesen, das nicht wahr ist. Das ist ein logischer Widerspruch. Ergo ist die getroffene Aussage nur dann wahr, wenn sie nicht bewiesen werden kann. Es gibt also Wahrheiten, die sich nicht beweisen lassen. Das ist der Kern von Gödels Unvollständigkeitssatz. Und damit hatte er seinerzeit die Mathematiker in ernste Schwierigkeiten gebracht. Doch was bedeuten diese Aussagen („Beweise“) für uns? Bringen sie uns auch in Schwierigkeiten? Sicherlich nicht wirklich. Mich hat dieser „Gottesbeweis“ von Kurt Gödel einmal mehr an unser göttliches Potenzial erinnert. Und dafür brauche ich keine Mathematik.

Me Agape
Dieter Broers

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herz-verstandDer gestrige Artikel endete mit den Worten Aber das ist keine Liebe.“

Hier die Fortsetzung…

Das ist bloß mein Wunsch, was Liebe sein sollte. Sagen wir zum Beispiel, daß ich Dich als meine Frau als meinen Mann besitze. Versteht Ihr? Besitzen – Ihr besitzt Euren Sari oder Euren Mantel. Würde jemand Euch das nehmen wollen, würdet Ihr wütend, ängstlich oder irritiert sein. Warum? Weil Ihr Euren Sari oder Mantel als Euren Besitz anseht. Ihr besitzt ihn, denn durch Besitz fühlt Ihr Euch bereichert. Wenn Ihr viele Saris, viele Mäntel habt, fühlt Ihr Euch reich – nicht nur körperlich, sondern innerlich reich. Wenn Euch also jemand Euren Mantel wegnimmt, werdet Ihr ärgerlich, weil Ihr das Gefühl, reich zu sein, des Besitzergefühls innerlich beraubt werdet. In bezug auf die Liebe zieht besitz eine Grenze, nicht wahr? Ist es Liebe, wenn ich Dich besitze? Ich besitze Dich, wie ich ein Auto, einen Mantel, einen Sari besitze, weil ich mich mit Besitz reich fühle. Ich bin davon anhängig. Das ist für mich innerlich sehr wichtig. Dieses Besitzen, dieses Vereinnahmen, diese Abhängigkeit nennen wir Liebe. Doch wenn Ihr das untersucht, werdet Ihr erkennen, dass sich Euer Kopf durch Besitz befriedigt fühlt. Schließlich vermittelt Euch der Besitz vieler Saris, eines Autos oder eines Hauses eine bestimmte Befriedigung, das Gefühl, dass es Eures ist.

Also schafft sich der verlangende Geist ein Muster, und darin wir er eingefangen und so wird der Geist allmählich müde, abgestumpft und gedankenlos. Der Geist ist das Zentrum dieses Gefühls von „mein“, dieses Gefühls, daß mir etwas gehört, daß ich ein großer Mann bin, daß ich ein kleiner Mann bin, daß ich beleidigt bin, daß ich mich geschmeichelt fühle, daß ich klug bin oder sehr schön, daß ich ehrgeizig sein will oder die Tochter oder der Sohn von jemandem bin.

Dieses Gefühl vom „ich“ ist das Zentrum des Geistes, ist der Geist selber. Also – je mehr der Geist empfindet „dies gehört mir“ und sich damit eingrenzt, mit diesem Gefühl „ich bin jemand“, „ich muss groß sein“, „ich bin ein sehr kluger Mann“, oder „ich bin sehr dumm, ein dummer Mensch“, je weiter er an dem Muster baut, umso mehr wird er eingeschlossen, wir abgestumpft. Dann leidet er, dann kommt der Schmerz in diesem Gefangensein. Dann fragt er: „Was soll ich machen?“ Dann kämpft er, um etwas anderes zu finden, anstatt die Mauern einzureißen, die ihn umschließen – durch Nachdenken, durch sorgfältiges Gewahrsein, durch Untersuchung, durch Verstehen. Er möchte etwas von außen nehmen, um sich danach wieder darin einzuschließen. So wird der Geist allmählich zu einer Barriere für die Liebe. Wir können also unmöglich entdecken, was Liebe ist, ohne das Leben zu verstehen, ohne zu begreifen, was Geist ist, was die Denkweise ist, aus der eine Handlung entsteht.“…

Solange also der Verstand vergleicht, fehlt es an Liebe, und der Verstand beurteilt, vergleicht, wägt ab, um eine Schwäche zu entdecken. Aber wo man vergleicht, fehlt die Liebe. Wenn Vater und Mutter ihre Kinder lieben, vergleichen sie sie nicht mit einem andern Kind. Es ist ihr Kind, und sie lieben es. Auch weil Ihr Euch mit etwas Besserem, Noblerem, Reicherem vergleichen wollt, schafft Ihr in Euch einen Mangel an Liebe. In der Beziehung zu einem anderen seid Ihr immer nur mit Euch beschäftigt. Während sich der Geist immer mehr vergleicht, immer besitzergreifender, immer abhängiger wird, bildet er ein Muster, indem er sich verfängt, so das er nichts mehr unbefangen und klar sehen kann. Und damit zerstört er dieses Besondere, diesen besonderen Duft des Lebens, der die Liebe ist.“

So möchte ich diese dreiteilige Serie über die Weisheiten Juddu Krishnamurti „Über die Liebe“ heute mit einem kurzen Auszug aus meinem letzten Buch abschließen:

…Diese Liebe ist die Schöpferkraft des Kosmos und der fast unendlichen Multi-Welten, die uns alle als unsere Bühne des Seins (Lebens) zur freien Verfügung stehen damit wir durch wahrhaftige Freude – die ich als Liebe bezeichne – Erfahrungen sammeln können. Nicht durch das Wollen eines Egos, sondern aus der Wahrnehmung von Allem-was-ist in Einklang mit den Bestrebungen unseres inkarnationsübergreifenden Selbst. Dieses Wollen ist wahrhaftige Freude. So erfreuen (oder „er-lieben“) wir uns unsere Wünsche, jenseits der Bestrebungen unseres Verstandes.“

Auszug aus dem Kapitel Kapitel „Vom Werden zum Sein – vom Sein zum Werden1

Me Agape

Dieter Broers

Liebe Freunde, ich möchte Euch noch einmal daran erinnern, dass wir selber mindestens zwei Bewusstseinszustände verkörpern, unser (ewiges) ganzheitliches Selbst und unser körpergebundenes Verstandes-Selbst. Doch unser Verstand hat seine speziellen Kompetenzen, Eigenschaften und Grenzen und seine ganz eigene Entstehungsgeschichte. Für unseren Verstand ist unmöglich, die wahrhaftige Liebe (an sich*) zu erfassen. Eine jede Vorstellung über die oder Beschreibung von Liebe wird bestenfalls eine Näherung sein können. Sofern wir unsere gesamten Vorstellungen über die Liebe üblicherweise unserem konditionierten Verstand überlassen.

Dieses Problem fasste Laotse in seinem Tao te king (Das Buch vom Sinn und Leben) in seinem ersten Kapitel mit folgenden Worten: „Das Tao, das mitgeteilt werden kann, ist nicht das ewige Tao.“
 bzw. „Der SINN, der sich aussprechen (benennen) läßt, ist nicht der ewige (wahre) SINN.“ Die Weisheit dieses ersten Zitates aus dem Tao te king ergibt sich, wenn ich „Liebe“ mit „Tao“ und „Sinn“ gleichsetze. Ein – wenn auch nur theoretischer – Näherungsversuch der Verstandesdeutung könnte sein, wenn wir uns die Liebe als Urzustand und Basis des Seins vorstellen – also uns Liebe als Kontinuum vorstellen. Die (Er-)Lösung dieses „hausgemachten“ Konfliktes könnte letztlich sehr einfach sein, sie liegt im Gewahrsein unseres ganzheitlichen Selbst. In diesem naturgemäßen Zustand unseres Seins sind wir dann, wenn wir der „Intelligenz unseres Herzens“ folgen…

*Das Ding an sich ist eine Begriffsbildung Immanuel Kants, der damit ein Seiendes bezeichnet, welches unabhängig von der Tatsache existiert, dass es durch ein Subjekt wahrgenommen wird und somit für dieses zum Objekt würde.

 

„Bevor der Verstand sich entschließt, einen Schritt zu tun, hat die Liebe den siebenten Himmel erreicht.“

Rumi

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herz-verstandLiebe Freu(n)de,

heute möchte ich meinen gestrigen Artikel „Denn es ist der Kopf, der die Liebe zerstört“ weiter fortsetzen. Falls dem einen oder anderen diese Aussage (verständlicherweise) etwas „sperrig“ erschienen ist, so möchte ich daran erinnern, dass dieser Eindruck sicherlich von Eurem Verstand konstruiert wurde – immerhin könnte es ja um seine Vormachtstellung gehen. Wenn Jiddu Krishnamurti den „Kopf“ als „Zerstörer“ (der Liebe) beschreibt, meint er unseren konditionierten Verstand (Ver-Stehen). Aus gutem Grund habe ich diesem Thema in meinem Buch Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ einen komplexeren Raum gegeben. Sicherlich erinnert Ihr Euch an das Kapitel Der Status Quo unseres Menschseins“. Hier kein kleiner Auszug aus dem Unterkapitel Bin ich mein Körper?“:

Scheinbar unbemerkt hat unsere Sprache ihre Seele verloren. Zusätzlich unterliegt unser Verstandes- und Denkapparat gewissen Strukturen, die zwar als normal gelten, jedoch weit von einem naturgemäßen Zustand entfernt sind. All unser Verstandeswissen haben wir aus einer „entarteten“ Welt erhalten und aus diesem Wissen unser Selbstbild als Erdenbürger abgeleitet. Unser ›Ich‹ ist eine künstlich erstellte Identität. Sie verdeckt das wahrhaftige Wesen unseres Seins, unser Selbst, das interkosmische, unsterbliche Wesen, das wir sind.“

In diesem Sinne möchte ich mit Jiddu Krishnamurtis Rede fortfahren:

Was ist der Geist? Ich spreche nicht vom Gehirn, nicht von der physischen Beschaffenheit des Gehirns, über das Euch jeder Arzt Auskunft geben wird. Das Gehirn ist ein Ding, das auf verschiedene nervöse Reaktionen reagiert. Ihr aber werdet entdecken, was Geist ist. Der Verstand sagt: „Ich denke, das gehört mir, das gehört Dir, ich bin gekränkt, ich bin eifersüchtig, ich liebe, ich hasse, ich bin ein Inder, ich bin ein Moslem, ich glaube daran, ich glaube nicht daran, ich weiß, Du weißt nicht, ich respektiere, ich verachte, ich will, ich will nicht.“ Was ist das für ein Ding? Solange Ihr das nicht versteht – solange Ihr nicht mit dem Denkprozess, der Verstand ist, vertraut seid – so lange Ihr Euch dessen nicht bewusst sein, werdet Ihr allmählich, während Ihr älter werdet, hart, fixiert, träge werden, festgelegt auf bestimmte Denkmuster.

Was ist das, das Ihr Verstand nennt, das, was denkt, so wir Ihr denkt? Ich spreche von Eurem Verstand, nicht von dem eines anderen oder seiner Denkweise – ich spreche über die Art, wie Ihr fühlt, wie Ihr Bäume anschaut, einen Fisch, die Fischer beobachtet, wie Ihr die Dorfbewohner seht. Dieser Verstand wird allmählich verschroben oder fixiert auf ein bestimmtes Muster. Wenn Ihr Euch etwas wünscht, wenn Ihr nach etwas verlangt, es begehrt, etwas sein wollt, dann legt Ihr ein Muster fest, d.h. Euer Verstand schafft sich ein Muster und verfängt sich darin. Euer Begehren bringt den Geist in eine feste Form. Sagen wir z.B., ich möchte ein sehr reicher Mann werden. Der Wunsch, ein wohlhabender Mann zu werden, erzeugt ein Muster und mein Denken verfängt ich darin, und dann kann ich nur auf diese Weise denke und nicht darüber hinaus gehen. Also wird der Geist darin gefangen, nimmt eine fest Form an, wird hart, abgestumpft. Oder wenn ich an etwas glaube, an Gott, an ein bestimmtest politisches System – dann ist es dieser Glaube, der an dem Muster mitwirkt; denn dieser Glaube ist das Ergebnis meines Begehrens, und das Begehren verfestigt die Mauern des Musters. Allmählich stumpft mein Geist ab, wird unfähig zur Berichtigung, zur Wendigkeit, Präzision und Klarheit, weil ich im Labyrinth meiner eigenen Wünsche gefangen bin. Solange ich mit meinen geistigen Prozessen – die Art wie ich denke, die Art, wie ich die Liebe ansehe – solange ich nicht mit meiner eigenen Denkungsart vertraut bin, kann ich unmöglich entdecken, was Liebe ist.

Es wird keine Liebe geben, solange mein Geist nach bestimmten Dingen in der Liebe verlangt, bestimmte Liebeshandlungen begeht und ich mir vorstelle, was Liebe sein sollte. Dann statte ich die Liebe mit bestimmten Motiven aus. So baue ich allmählich eine Handlungsschablone in bezug auf die Liebe auf. Aber das keine Liebe. Das ist bloß mein Wunsch, was Liebe sein sollte.

Fortsetzung folgt morgen…

Me Agape

Dieter Broers

1 Krishnamurti, Über die Liebe, Aquamarin Verlag

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Dieter Broers

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