Dieter Broers

Aufbruch in ein neues Zeitalter

Sogenannte „Krisenvorsorge“ zweifelhaft: So bereitest Du Dich wirklich auf den „Tag-X“ vor

Während die Regierung Katastrophenschutz-Ratgeber herausgibt, bereiten sich andere bereits mit Armbrust und Wasseraufbereitungs-Sets auf mögliche Krisenereignisse vor. Die wirkliche Rettung liegt jedoch ganz woanders. 

Liebe Freunde,

Wie bereitest Du Dich persönlich vor? Das ist eine Frage die mir häufig gestellt wird. Die Antwort erstaunt mein Gegenüber regelmäßig. Ich bin da sehr klar und lasse keinen Zweifel daran, was ich für den einzig sinnvollen Weg halte. Das gefällt nicht jedem. Und so rechne ich bei diesem Artikel mit Kritik.

Doch vorab ein paar grundsätzliche Dinge. In meinem letzten Artikel hatte ich betont, wie wichtig es ist, dass wir konkret formulieren, wie die Welt, in der wir leben wollen, in allen Einzelheiten aussehen soll. Wir tragen durch unsere kollektiven Erwartungen zur Festschreibung der Verhältnisse wesentlich bei: Gedanken erschaffen Realität.

Da wir in einer Zeit leben, in der starke kollektive Erwartungsfelder vorhanden sind, müssen wir diesen etwas entgegensetzen. Es ist an der Zeit, dass wir der Liebe zum Durchbruch verhelfen. Wir müssen ein klares Signal gegen Vorstellungen setzten, die uns als Menschheit nicht voranbringen werden.

Armbrust und Gasmasken als Grundausstattung?

Ich bin erstaunt, was manche Menschen für eine Vorsorge als notwendig erachten. Das Angebot ist riesig. Von Nahrungsmittelpaketen nach Militärstandard, über Schutzanzüge bis hin zu verschiedenen Formen der Bewaffnung ist alles zu haben. Weit oben auf der Agenda stehen legal erhältliche Waffen: Pfeil und Bogen oder für noch einsatzfreudigere Gemüter – die Armbrust. Zur Vorbereitung auf einen möglichen „Kampfeinsatz“ finden sich auch gleich entsprechende Gruppen für ein gemeinsames Schießtraining.

Um zu verdeutlichen, wie ich das sehe, habe ich mich einmal konkret in ein solches Szenario hineinversetzt. Ich bin von Natur aus ein sehr auf Friedfertigkeit ausgerichteter Mensch, und kann mir auch beim besten Willen, und mit größtmöglicher Phantasie, nicht vorstellen, einen verzweifelten Familienvater, der sich auf der Suche nach Nahrung für seine Kinder auf mein Grundstück verirrt hat, mit einer Armbrust niederzustrecken.

Allein bei dem Gedanken an eine solche Vorstellung wird mir übel.

Soweit ich mich dennoch auf dieses Szenario einlassen kann, kommt unweigerlich eine rationale Fragestellung hinzu: Im Katastrophenfall reden wir von Hundertausenden oder Millionen von unvorbereiteten Betroffenen, die für einen Kampf ums Überleben ausscheren würden. Ich müsste also damit rechnen Hunderten „Angreifern“ gegenüberzustehen. Die soll ich alle unter Waffeneinsatz unschädlich machen? Das erscheint mir schon rein rational, und ganz unabhängig von jeder ethischen Frage, für illusorisch.

Das Interessanteste, was mir bisher an Vorsorgekonzepten untergekommen ist, ist eine Familie mit kleinen Kindern, die nicht nur für mehre Jahre Vorräte einlagerte, sondern eine ganze Reihe von Außenlagern über mehrere „Fluchtrouten“ angelegt hat. Diese Familie hat wirklich an alles gedacht. Sogar an Kleidung an die jeweils noch zu erwartenden Wachstumsphasen ihrer Kinder.

Manch einer zieht auch gleich aufs Land und fühlt sich in der Abgeschiedenheit mit eigener Wasserquelle sicherer als andere. Eine sehr trügerische Sicherheit, wie ich finde. Alle diese Konzepte haben eins gemeinsam. Sie entstehen aus der Angst und ganz sicher nicht aus der Vernunft, geschweige aus liebevollem Herzen.

Deutsche Bundesregierung empfiehlt Krisenvorsorge

Im letzten Sommer gab die deutsche Bundesregierung still und leise einen neuen Ratgeber zur Krisenvorsorge raus. Über die genauen Gründe mag ich an dieser Stelle ausnahmsweise nicht spekulieren. Nach dem Motto: „Deutschland ist gut vorbereitet“, wenn „jeder vorbereitet ist“, wurden Checklisten ausgegeben, die geben einen Überblick über das, was im Notfall gebraucht wird. Jeder Bundesbürger müsse sich zwei bis drei Wochen lang unabhängig versorgen können, bis der staatliche Katastrophenschutz funktioniere.

Ich bin ganz ehrlich, der staatliche „Katastrophenschutz“ löst in mir leider nur sehr bedingtes Vertrauen aus, wenn ich an ein Szenario denke, wie ich es in meinem letzten Artikel beschrieben habe. Trotzdem finde ich es unabhängig davon einigermaßen vernünftig, die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Hinweise zu befolgen.

Derartige Vorsorge sollte sich in einem Rahmen bewegen, der für jeden realistisch umsetzbar ist. Als grobe Richtschnur für die Größe der persönlichen Maßnahmen empfehle ich den Kategorischen Imperativ von Immanuel Kant:

„Handle so, dass die Maxime (= subjektive Verhaltensregel) deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.“

Ich übersetze ihn an dieser Stelle derart, dass niemand mehr Vorräte anlegen sollte, als es auch anderen möglich ist. Dies empfinde ich als gesundes ethisches Prinzip, an welches ich mich auch selbst in dieser Sache halte. Allerdings gibt es dabei für mich einen ganz entscheidenden Punkt: Solche Vorbereitungen müssen mit größtmöglicher Gelassenheit und ohne jede Angst durchgeführt werden.

Wir müssen einen Zustand der Angstfreiheit manifestieren

Es ist von großer Wichtigkeit, dass wir unser Angstzentrum im Gehirn, den sogenannten Mandelkern, umgehen und seine Wirkmacht durchbrechen. Hilfreich ist hierfür eine regelmäßige Meditationspraxis. Und zwar bevor andere eine Krise herbeiführen. Wir müssen dem etwas entgegensetzten. In einer Krise wäre es zu spät dafür. Wir alle wissen inzwischen, dass Materie streng genommen überhaupt nicht existiert, sondern aus einer einheitlichen räumlichen Struktur aus Quantenwellen (verschränkten Quantenteilchen), die alles im Universum verbindet besteht. Wie schon Erwin Schrödinger wusste, sind Materieteilchen keine „substantiellen Dauerwesen“.

Sie kann jederzeit aufgelöst und durch uns verändert werden. All unsere Handlungen, Gedanken und Gefühle werden nicht nur in das Gewebe von Materie- und Teilchenwellen eingespeist, die alles in unserem Kosmos verbinden. Sie beeinflussen und gestalten diese Materie- und Teilchenwellen dabei sogar. Wir erschaffen mit unseren Gedanken die Realitäten selber.

Die Erkenntnisse über die Wirkmechanismen an den Übergängen zwischen Quantenphysik und Neurochemie sind faszinierend und die Potentiale, die sich daraus ergeben, haben mich mehr beschäftigt, als vieles andere. Ich bin gleichzeitig mit großer Ehrfurcht und Dankbarkeit erfüllt, dass ich dieses Wissen umsetzen darf und der Menschheit Möglichkeiten eröffnen kann, diese Mechanismen aktiv zu nutzen.

Das übersteigerte Ego überwinden

Es gibt noch einen weiteren äußerst wichtigen Punkt: Bitte denkt auch andere Menschen und nicht nur an Euch selbst. Es ist schon von der persönlichen Infrastruktur gar nicht jeder in der Lage Vorräte für viele Monate oder Jahre anzulegen. Auch aus diesem Grund sollte man sich nicht derart egoistisch verhalten, und überwiegend an die eigene Haut denken. Im Ernstfall würden wir Menschen alle aufeinander angewiesen sein. Deshalb funktioniert wahrhaftige Krisenvorsorge aus meiner Sicht ganz anders.

Es gibt ein relativ einfaches Rezept, welches uns angstfrei durch alle Zeiten führen kann. Liebe, Mitgefühl und darauf basierende Fürsorge und Kooperation. Nur diese Maßnahmen können uns auch durch schwierige Zeiten führen. Vereinzelte Egomanen, die zwar volle Vorratskammern haben, ansonsten aber auf sich allein gestellt sind, stehen mit ihrer Strategie auf tönernen Füßen.

„Denn es ist der Kopf, der die Liebe zerstört. Kluge Leute, die listig sind, wissen nicht, was Liebe ist, weil Ihr Verstand zu scharf ist, weil sie so gerissen sind, weil sie so oberflächlich sind (was bedeutet, dass man an der Oberfläche lebt) – und Liebe existiert nicht an der Oberfläche.“ – Jiddu Krishnamurti

Leider haben wir Menschen echte Kooperation zum Teil sehr verlernt. Es fällt uns schwer, gute Beziehungen zu unseren Mitmenschen zu pflegen. Oftmals kennen wir nicht einmal mehr unsere nächsten Nachbarn. In urbanen Gegenden ist dieses Problem besonders ausgeprägt. Wer wirklich vorsorgen möchte, dem empfehle ich an genau diesen Stellen aktiv anzusetzen. Vernetzt Euch, pflegt reale Freundschaften so viele wie ihr könnt und integriert auch diejenigen unter uns, die manchmal etwas „grantiger“ durch Welt gehen. Es ist der Hilferuf nach Liebe, der solche Menschen „schwieriger“ erscheinen lässt.

Gute Beziehungen, Freundschaften und innere Verbundenheit mit anderen ist letztlich das einzige, was uns Krisen überwinden hilft. Ich weiß, es ist nicht einfach und auch mir gelingt das nicht ununterbrochen. Doch wir müssen uns immer wieder daran erinnern, mehr und mehr danach zu handeln und wahrhaft zu leben.

Die Liebe überwindet alles

Liebe Freunde,

liebevolle Beziehungen sind der wahre Goldschatz der Menschheit. Vergesst nicht, dass das Universum nichts anderes als ein gigantisches auf bedingungsloser Liebe basierendes Beziehungsnetz ist. Ausnahmslos alles was „existiert“ bezieht sich aufeinander.

Wenn wir es endlich schaffen unser übersteigertes Ego zu überwinden, dann kann uns nichts mehr etwas anhaben. Dann wird es uns auch gelingen unsere Welt in einen nachhaltigen Frieden zu führen.

Immer wieder komme ich daher zu dem Schluss: Die Liebe ist die Lösung all unserer Probleme. Sie ist der Schlüssel zu allen Türen der menschlichen Seele. Die Liebe ist die Kraft aller schöpferischen Kräfte in der Natur. Inzwischen ist auch nachgewiesen, menschliche Emotionen produzieren Effekte, welche sich über konventionelle Gesetze der Physik hinwegsetzen.

Habt keine Angst, geht raus und lebt die Liebe aktiv. Ein jeder an der Stelle, wo es ihm möglich ist. So kreieren wir alle kollektiv eine Art planetarisches und kollektives Bewusstsein, welches sich im morphogenetischen Feld einprägt. Ungeachtet dessen, ob wir davon wissen oder nicht, unsere Gedanken und Gefühle generieren messbare Magnetfelder, welche unmittelbar in das Erdmagnetfeld eingespeist werden.

Auch das HeartMath Institute geht davon aus, dass dieses globale Kollektiv das planetarische Bewusstseinsfeld nachhaltig bestimmt. Diese Aussage deckt sich mit meinen langjährigen Forschungen im Bereich der „Wechselwirkungen zwischen elektromagnetischen Feldern und biologischen Systemen“ (Lebewesen). Zentral ist es daher für uns, dass wir unsere eigenen Kräfte und Fähigkeiten stärken. Über das Einspeisen unserer Energie, unter anderem ins morphogenetische Feld, können wir einen wertvollen Beitrag leisten.

Wir müssen die Welt erschaffen, in der wir leben wollen. Dazu brauchen wir einen Verstand der aus dem Herzen ausgedeutet wird. Einen Kopf der „echt“ kühl denken kann, da er die Wärme der Liebe besitzt.

Me Agape

Euer Dieter Broers

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