Dieter Broers

Aufbruch in ein neues Zeitalter

Was ist der Geist?

herz-verstandLiebe Freu(n)de,

heute möchte ich meinen gestrigen Artikel „Denn es ist der Kopf, der die Liebe zerstört“ weiter fortsetzen. Falls dem einen oder anderen diese Aussage (verständlicherweise) etwas „sperrig“ erschienen ist, so möchte ich daran erinnern, dass dieser Eindruck sicherlich von Eurem Verstand konstruiert wurde – immerhin könnte es ja um seine Vormachtstellung gehen. Wenn Jiddu Krishnamurti den „Kopf“ als „Zerstörer“ (der Liebe) beschreibt, meint er unseren konditionierten Verstand (Ver-Stehen). Aus gutem Grund habe ich diesem Thema in meinem Buch Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ einen komplexeren Raum gegeben. Sicherlich erinnert Ihr Euch an das Kapitel Der Status Quo unseres Menschseins“. Hier kein kleiner Auszug aus dem Unterkapitel Bin ich mein Körper?“:

Scheinbar unbemerkt hat unsere Sprache ihre Seele verloren. Zusätzlich unterliegt unser Verstandes- und Denkapparat gewissen Strukturen, die zwar als normal gelten, jedoch weit von einem naturgemäßen Zustand entfernt sind. All unser Verstandeswissen haben wir aus einer „entarteten“ Welt erhalten und aus diesem Wissen unser Selbstbild als Erdenbürger abgeleitet. Unser ›Ich‹ ist eine künstlich erstellte Identität. Sie verdeckt das wahrhaftige Wesen unseres Seins, unser Selbst, das interkosmische, unsterbliche Wesen, das wir sind.“

In diesem Sinne möchte ich mit Jiddu Krishnamurtis Rede fortfahren:

Was ist der Geist? Ich spreche nicht vom Gehirn, nicht von der physischen Beschaffenheit des Gehirns, über das Euch jeder Arzt Auskunft geben wird. Das Gehirn ist ein Ding, das auf verschiedene nervöse Reaktionen reagiert. Ihr aber werdet entdecken, was Geist ist. Der Verstand sagt: „Ich denke, das gehört mir, das gehört Dir, ich bin gekränkt, ich bin eifersüchtig, ich liebe, ich hasse, ich bin ein Inder, ich bin ein Moslem, ich glaube daran, ich glaube nicht daran, ich weiß, Du weißt nicht, ich respektiere, ich verachte, ich will, ich will nicht.“ Was ist das für ein Ding? Solange Ihr das nicht versteht – solange Ihr nicht mit dem Denkprozess, der Verstand ist, vertraut seid – so lange Ihr Euch dessen nicht bewusst sein, werdet Ihr allmählich, während Ihr älter werdet, hart, fixiert, träge werden, festgelegt auf bestimmte Denkmuster.

Was ist das, das Ihr Verstand nennt, das, was denkt, so wir Ihr denkt? Ich spreche von Eurem Verstand, nicht von dem eines anderen oder seiner Denkweise – ich spreche über die Art, wie Ihr fühlt, wie Ihr Bäume anschaut, einen Fisch, die Fischer beobachtet, wie Ihr die Dorfbewohner seht. Dieser Verstand wird allmählich verschroben oder fixiert auf ein bestimmtes Muster. Wenn Ihr Euch etwas wünscht, wenn Ihr nach etwas verlangt, es begehrt, etwas sein wollt, dann legt Ihr ein Muster fest, d.h. Euer Verstand schafft sich ein Muster und verfängt sich darin. Euer Begehren bringt den Geist in eine feste Form. Sagen wir z.B., ich möchte ein sehr reicher Mann werden. Der Wunsch, ein wohlhabender Mann zu werden, erzeugt ein Muster und mein Denken verfängt ich darin, und dann kann ich nur auf diese Weise denke und nicht darüber hinaus gehen. Also wird der Geist darin gefangen, nimmt eine fest Form an, wird hart, abgestumpft. Oder wenn ich an etwas glaube, an Gott, an ein bestimmtest politisches System – dann ist es dieser Glaube, der an dem Muster mitwirkt; denn dieser Glaube ist das Ergebnis meines Begehrens, und das Begehren verfestigt die Mauern des Musters. Allmählich stumpft mein Geist ab, wird unfähig zur Berichtigung, zur Wendigkeit, Präzision und Klarheit, weil ich im Labyrinth meiner eigenen Wünsche gefangen bin. Solange ich mit meinen geistigen Prozessen – die Art wie ich denke, die Art, wie ich die Liebe ansehe – solange ich nicht mit meiner eigenen Denkungsart vertraut bin, kann ich unmöglich entdecken, was Liebe ist.

Es wird keine Liebe geben, solange mein Geist nach bestimmten Dingen in der Liebe verlangt, bestimmte Liebeshandlungen begeht und ich mir vorstelle, was Liebe sein sollte. Dann statte ich die Liebe mit bestimmten Motiven aus. So baue ich allmählich eine Handlungsschablone in bezug auf die Liebe auf. Aber das keine Liebe. Das ist bloß mein Wunsch, was Liebe sein sollte.

Fortsetzung folgt morgen…

Me Agape

Dieter Broers

1 Krishnamurti, Über die Liebe, Aquamarin Verlag

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